Städtereise: Paris

Die französische Hauptstadt ist so etwas wie die Schaltzentrale der Grande Nation. Paris erstreckt sich am linken und rechten Seineufer und zählt rund zwei Millionen Einwohner. Im Ballungsraum Paris, Unité Urbaine genannt, leben ca. 10 Millionen Menschen. In Frankreich führen nicht alle Wege nach Rom, sondern alle nach Paris.

„Stadt der Liebe“ ist der inoffizielle Titel von Paris. „Mon amour pour toujours“ würde der Pariser vielleicht sagen, fest im Glauben, dass keine schönere und großartigere Stadt auf der ganzen Welt existieren würde. Ein bisschen mag der Pariser Recht haben, aber nur ein bisschen.

Paris ist zweifelsfrei eine Stadt, von der viele träumen. Nicht ohne Grund wird die Prachtstraße Champs-Elysées vielfach besungen. Dort reihen sich die Boutiquen namhafter Coutourieres aneinander; sie ist die Magistrale der Stadt, sie bietet den unverwechselbaren Ausblick auf den Arc de Triomphe, und sie verbindet das historische Stadtzentrum mit dem postmodernen Hochhausviertel La Défense und dessen moderner Variante des Arc de Triomphe, dem Grande Arche.

Paris war, ist und will auch in Zukunft ein Zentrum der Macht, Kunst und Kultur sein. Unter Baustilkundlern gilt die Stadt als eine der komplettesten Städte, da hier nahezu alle Baustile vertreten sind. Eine herausragende Rolle unter ihnen spielt die französische Kathedralgotik, die am Beispiel der Notre-Dame de Paris eines der bedeutendsten Bauwerke dieser Stilrichtung geschaffen hat. Ihre Doppelturmfassade ist zusammen mit Eiffelturm und Arc de Triomphe eines der Wahrzeichen der Stadt. Das 10.000 Menschen Platz bietende Gotteshaus erhebt sich majestätisch über der Seine-Insel, Ìle de la Cité. Ein weiterer Blickfang in der Silhouette von Paris sind die Kuppeln des Invalidendoms und der Kirche Sacré-Coeur. Sie überragt das Künstlerviertel des Montmartre.

Neben Kirchen, Palästen und Prunkbauten rühmt sich Paris auch vieler Museen von Weltrang. Das bekannteste Museum dürfte der Louvre sein, der ehemalige Königspalast.

Beklemmend sind die Katakomben von Paris, ehemalige unterirdische Steinbrüche. Ein Teil davon wurde als unterirdisches Beinhaus benutzt, welches ab 1785 im Zuge der Schließung vieler Pariser Pfarrfriedhöfe in besagten Steinbrüchen auf dem linken Seineufer angelegt wurde. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Gebeine von etwa sechs Millionen Pariser Bürgern in die Katakomben überführt worden. Heute ist ein kleiner Teil der Katakomben für Besucher zugänglich, welche die aufgeschichteten Knochen und Schädel besichtigen können.

Foto: CC 3.0 Rosss

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.