Städtereise: Wien

Wien ist die Bundeshauptstadt der Republik Österreich und zugleich mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern die bei weitem größte Stadt der Alpenrepublik. Die Stadt, die als kleinstes Bundesland Österreichs keine Grenze zu einem Nachbarland besitzt, liegt am West- und Ostufer der Donau – der Lebensader der Metropole. Ihren Namen verdankt die zur Zeit des Eisernen Vorhangs auch „Tor zum Osten“ genannte Stadt dem Wienfluss, der an einigen Stellen sein Gesicht zeigt, wenn man im Stadtpark oder mit der U-Bahnlinie 4 unterwegs ist.

Wien wird in erster Linie mit dem typischen Schmäh, einer bestimmten Eigenart seiner Einwohner, und mit süßlich-kitschigen Sissy-Klischees in Verbindung gebracht. Darüber hinaus ist Wien eine Kunststadt von internationalem Rang mit herausragenden Museen, Opernhäusern und Bauwerken. Wegen der Vielzahl großer Musiker und Komponisten, die sich in Wien die Ehre gaben, trägt die Stadt auch den Titel „Stadt der Musik“.

Das heutige Wien ist eine moderne Metropole, in der großer Wert auf den Erhalt von lang gehegten Traditionen gelegt wird. Eine der wohl bekanntesten Veranstaltungen, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind, ist der alljährliche Wiener Opernball. Das moderne Wien dagegen zeigt sein Gesicht im Vergnügungspark Prater mit dem legendären und lange Zeit höchsten Riesenrad der Welt. Bei Studenten beliebt ist die (zwar kommerzielle) Kneipen- und Vergnügungsmeile Donauinsel.

Architektonisch bietet Wien für jeden etwas. Der gotische Stephansdom mit seinem filigranen, 137 Meter hohen Südturm ist ebenso sehenswert wie die barocke Karlskirche. Die Museen und Verwaltungsgebäude an der Ringstraße sind mit ihren klassizistischen Fassaden prägend für das romantische Wien. An diesem Boulevard befindet sich auch die Hofburg mit der Spanischen Hofreitschule.

Sehenswerte Stadtteile in Wien sind das elegant-residenzielle Hütteldorf im Westen und das volkstümliche Grinzing am Fuß des Kahlenberges. Unterhalb des Wiener Hausberges kehren Einheimische und Touristen gerne ein, um den Heurigen Wein oder um einen Gespritzten zu trinken. Gegen den Hunger tischt Wien gerne Kalbsschnitzel auf. Süßspeisen wie Kaiserschmarrn oder Sachertorte sind nichts für Figurbewusste.

Um den für die U-Bahnstation Stephansplatz geradezu charakteristischen Gestank ranken sich einige Legenden. Der wahre Grund ist vergleichsweise trivial: Beim Bau dieser Station verwendete man ein Bodenverfestigungsmittel auf organischer Basis, um zu verhindern, dass der Boden nachgibt und sinkt. Dieses Mittel verursacht eine chemische Reaktion. Die Buttersäure, die dadurch an wärmeren Tagen entsteht und mit dem Grundwasser den Boden verlässt, verursacht einen unangenehmen Geruch in der U-Bahnstation.

Foto: CC 3.0 UrLunkwill

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