Städtereise: Dublin

Die Hauptstadt Irlands ist mit gut einer halben Million Einwohnern die größte Stadt auf der Grünen Insel. Dublin liegt an der Mündung des Flusses Liffey, unweit von dessen Mündung in die Dublin Bay – die Bucht von Dublin. Diese öffnet sich nach Osten hin zum Sankt-Georgs-Kanal, der Meerenge zwischen Irland und dem britischen „Festland“.

Irland galt lange Zeit als Armenhaus Europas. Nichts ist heute weniger wahr als das. An der Entwicklung Dublins lässt sich ablesen, dass Irland das Land ist, das mit am meisten von der EU profitiert hat. Vorbei sind die Zeiten, als der nördlich der Liffey gelegene Stadtteil als „arm“ bezeichnet wurde und nur an seinem Südufer so etwas wie bescheidener Wohlstand wahrnehmbar war.

Die wichtigste Achse der Stadt ist die verkehrsreiche O’Connell Street. Sie ist eine der breitesten Achsen Europas und verläuft vom Denkmal ihres Namensgebers aus in Richtung Norden. In ihrer Mitte befindet sich auch eines der modernen Denkmäler Dublins – The Spire. Diese 2003 errichtete Metallnadel ragt 120 Meter hoch in den – nicht selten grauen – Himmel.

Die touristische Schokoladenseite Dublins ist die – in heutigem Zustand 1882 fertig gestellte – O’Connell Bridge, deren drei elegante Bögen die Liffey überspannen. In unmittelbarer Nähe der O’Connell Street befinden sich auch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt – etwa das 1592 gegründete Trinity College. Zu den sehenswertesten Bauten dieser staatlichen Bildungseinrichtung gehört neben dem Glockenturm die 1732 errichtete Alte Bibliothek, in der neben 200.000 Schriftstücken auch die älteste Harfe Irlands aufbewahrt wird.

Obwohl Dublin zu fast 90 Prozent katholisch geprägt ist, sind die zwei bedeutendsten Sakralbauten anglikanische Kirchen: die Saint Patricks Cathedral und die Christ Church Cathedral. Architektonische Akzente setzen auch die bürgerlichen Bauwerke der Stadt, allen voran der Kuppelbau des Regierungsgebäudes. Prägend ist hier die so genannte Georgianische Architektur, die ein wenig an den europäischen Klassizismus erinnert. Rund 500 Jahre älter als die durchschnittlichen georgianischen Gebäude sind die ältesten Teile des mittelalterlichen Dublin Castle. Diese Schlossanlage wird vom martialisch anmutenden Record Tower überragt. Er geht auf das Jahr 1226 zurück und ist damit einer der wenigen Überreste des ursprünglichen Baus.

Natürlich darf ein Besuch in einem Pub nicht fehlen, in dem sich die Iren zur Hausmusik bei einem Guinness mit dem berühmt berüchtigten cremigen Schaumkragen treffen. Die angesagtesten Pubs findet man in der Wexford Street und in den Seitenstraßen der Grafton Street. Wer auf die Bedienung wartet, wartet lange: Bestellt wird in Irland an der Theke!

Foto: CC 3.0 Ponchitos

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Ein Kommentar zu Städtereise: Dublin

  1. Jasminchen 30. Mai 2014 um 21:00 #

    Wir sind vor ein paar Tagen von einer einwöchigen Irland-Rundreise zurückgekommen und haben auch 2,5 Tage in Dublin verbracht. Die Stadt hat uns super gefallen, ich finde besonders für junge Leute hat sie sehr viel zu bieten. Es macht Spaß die zahlreichen Pubs zu erkunden und auch sonst finde ich Dublin sehr ansehnlich. Übernachtet haben wir im Generator Hostel: es liegt optimal um die Stadt zu erkunden und ist sehr sauber und noch dazu günstig.
    Besonders cool war auch der Auftritt der Band Keywest in der Grafton Street. Die gibt es da wohl öfter zu sehen – einfach mal googeln…

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