Städtereise: Budapest

Die ungarische Hauptstadt Budapest liegt am Mittellauf der Donau und zählt 1,7 Millionen Einwohner. Erst im Jahre 1872 entstand die heutige Stadt, nachdem die Stadtteile Obuda, Pest und Buda zu einer Verwaltungseinheit verschmolzen wurden.

Das neogotische Parlamentsgebäude erhebt sich mit seiner Kuppel über der Donau, als wolle es einen Schönheitswettbewerb mit den Houses of Parliament von London aufnehmen. Zusammen mit der Kettenbrücke, welche die Stadtteile Pest und Buda miteinander verbindet, prägt der fast 270 Meter lange Prachtbau aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert die Silhouette der Stadt.

Auf Budaer Seite (am Westufer der Donau gelegen) überragt der Gellertberg (zu Deutsch auch Blocksberg genannt) mit der im ungarischen Freiheitskampf errichteten Zitadelle aus dem Jahr 1849 die Stadt. Von dort aus fällt der Blick auf die Donau, die stählerne Auslegerkonstruktion der Freiheitsbrücke und auf die Budaer Burg. Die ehemalige Residenz der ungarischen Könige erhebt sich majestätisch auf dem Burgberg. Das im Schatten des Burgpalastes liegende Burgviertel ist eines der interessantesten Viertel der Stadt. Unweit der dem Heiligen Matthias geweihten Krönungskirche gefallen die vielen barocken Bauten.

Neben zahlreichen Kirchenbauten erheben sich in Budapest auch die Türme der Großen Synagoge aus dem Häusermeer. Dieses 1859 geweihte Gotteshaus ist die größte Synagoge ihrer Art in Europa. Zu Füßen der Synagoge liegt das jüdische Viertel, in dem heute wieder jüdische Traditionen gelebt werden.

Zwischen dem kleinen Ring und der Donau liegt das eigentliche Stadt- und Geschäftszentrum, dessen zentrale Flaniermeile die Wainznergasse (Vaci utca) ist, die parallel zur Donau verläuft. Über diese Straße gelangt man zur großen Markthalle, einer Stahlkonstruktion aus der Zeit des Jugendstils, unter deren Dach über 180 Händler jeden Tag außer am Sonntag ihre Ware feilbieten. Im Bistro der Markthallen kann man sich für den weiteren Rundgang in der Stadt stärken!

Schon die Römer wussten die entspannende und wohltuende Wirkung eines Bades in Budapest zu schätzen. Und auch heute noch sind die Bäder der Stadt eine Attraktion für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Von den 21 Bädern der Stadt sind zehn Heilbäder. Eines der bedeutendsten ist das im XIV. Bezirk gelegene Széchenyi-Bad. Diese von der Größe her eine römische Terme übertreffende Anlage beherbergt drei Freibäder und zwölf Hallenbäder. Architektonisch erinnert das Bad an die Schlösser der K.u.K-Monarchie.

Foto: CC 3.0 Marc Ryckaert

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