Städtereise: Luxemburg

Luxemburg-Stadt ist die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg. Mit rund 90.000 Einwohnern (bei einem Ausländeranteil von weit über 50 Prozent!) ist die Stadt von der Größe her mit einer deutschen Mittelstadt vergleichbar. Der Altstadtteil von Luxemburg-Stadt liegt sowohl im kesselähnlichen Tal der Alzette („Grund“ genannt) als auch oberhalb der steilen Felswände. Fast ein Viertel aller Luxemburger wohnen in Luxemburg-Stadt.

Dass Luxemburg keine richtige Großstadt ist, merkt man erst beim Blick in die Statistiken, denn die vornehmen Fassaden der Bankhäuser und die belebten Plätze in der Oberstadt lassen anderes vermuten. Hier weht einem das Flair um die Nase, wie man es aus Paris oder Brüssel kennt. Sogar der Hauptbahnhof strahlt mit seinem Zwiebelturm eine gewisse Eleganz aus.

Über dem „Grund“, der dörflich wirkenden Altstadt im Talkessel der Alzette, erhebt sich die Silhouette der Oberstadt mit den Türmen der Kathedrale und der Sparkasse. Obwohl es nicht mehr so lukrativ wie einst ist, sein Geld bei luxemburgischen Banken unterzubringen, ist Luxemburg noch immer einer der bedeutendsten Finanzplätze Europas. Viele internationale Banken haben hier eine Niederlassung.

Für Touristen sind die Luxemburger Kasematten, ein militärisches Galeriensystem in den Felswänden aus dem 17. Jahrhundert, und die alte römische Heerstraße von Trier nach Arlon wichtige Attraktionen. Die so genannte Große Straße, luxemburgisch Groussgaas genannt, ist eine belebte Einkaufsstraße in der Oberstadt. An ihr befindet sich auch der Paradeplatz (Place des Armes), auf dem sich im Schatten des Stadtpalais viele Straßencafés aneinanderreihen.

In Luxemburg genauer hinzuhören, lohnt sich, denn die Umgangssprache ist weder Französisch noch Deutsch, sondern Lëtzebuergisch. Dieser moselfränkische Dialekt ist ein Mischmasch aus deutschen Vokabeln und vielen französischen Lehnwörtern. Deutsche Wörter werden teilweise französisiert ausgesprochen und umgekehrt. So wird man in Kaufhäusern nicht etwa die Abteilung für „Kinder“, sondern für „Kanner“ finden. Übrigens, die kurze Zauberformel „bitte“ heißt auf Luxemburgisch „wann ech gelift“, was dem Französischen „s’il vous plaît“ ähnelt.

Foto: CC 3.0 Streppel

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Ein Kommentar zu Städtereise: Luxemburg

  1. Lux 31. Oktober 2010 um 04:39 #

    Meine Lieblingsstadt. :-)

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