Städtereise: Edinburgh

Entgegen vieler Annahmen ist nicht Glasgow, sondern Edinburgh die Hauptstadt Schottlands. 450.000 Einwohner leben in der – nach Glasgow – zweitgrößten Metropole im Norden des britischen Inselreichs an der schottischen Ostküste.

Edinburgh besteht eigentlich aus zwei Teilen, die von der Bahnlinie und der parallel zu ihr verlaufenden Princess Street voneinander getrennt werden. Vom südlich dieser Prachtstraße gelegenen Castle Rock aus kann man ein einzigartiges Panorama über die Princes Street Gardens genießen und die nördlich davon gelegene Neustadt überblicken.

Die Sehenswürdigkeiten der schottischen Hauptstadt reihen sich an der Princess Street aneinander. Das östliche Ende überragen die Türme der Saint Mary’s Cathedral, einem imposanten neugotischen Bau aus dem 19. Jahrhundert. In der Mitte der südlich der Princess Street gelegenen Grünflächen erhebt sich unterhalb des Castle Rocks eines der herausragenden Attraktionen der Stadt: die National Gallery of Scotland. Sie ist bis weit über die Grenzen Schottlands hinaus bekannt. Unweit der National Gallery erinnert ein turmähnliches Denkmal an den großen schottischen Schriftsteller Sir Walter Scott. Von dort aus sind es nur noch wenige Schritte bis zur monumentalen Waverly Station – dem Hauptbahnhof der Stadt.

Südlich der Gleisanlagen erstreckt sich die Altstadt Edinburghs mit der gotischen Saint-Gilles-Cathedral als Mittelpunkt. Bemerkenswert an dem Bau aus dem 14. und 15. Jahrhundert ist die in Form einer Krone gemauerte Spitze des 1465 fertig gestellten Vierungsturmes.

Am westlichen Ende der Royal Mile erhebt sich der höchste Kirchturm Edinburghs über den historischen Häusern der Altstadt. Er gehört zur ehemaligen Saint John’s Church, die nach ihrer Schließung 1979 jahrelang ungenutzt blieb. Seit 2004 dient das neogotische Gebäude als Zentrale des Edinburgh Festivals, in dessen Rahmen verschiedene kulturelle Aktivitäten organisiert werden.

Das Wahrzeichen von Edinburgh – das Edinburgh Castle – bedarf besonderer Erwähnung. Diese Festung stammt vermutlich aus der Zeit der ersten Siedler auf dem Gebiet der heutigen Stadt. Genau datiert hingegen ist die Aufstellung des Krönungsstuhls der schottischen Könige, dem Stone of Scone: er wurde 1996 aus der London nach Schottland gebracht. Traditionell wird vom Castle Rock jeden Mittag um ein Uhr mit einem Schuss aus der One O’clock Gun daran erinnert, dass die in Edinburgh ankommenden Segelschiffe ihre Zeitmessgeräte neu einstellen mussten.

Foto: CC 3.0 Oliver-Bonjoch

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