Städtereise: Barcelona

Die katalanische Hauptstadt ist mit 1,6 Millionen Einwohnern die größte Industrie- und Hafenstadt des Königreiches Spanien. Barcelona liegt im Nordosten Spaniens an der Flussmündung des Llobregat in das Mittelmeer, mit ca. 100 Kilometer Entfernung zu den Pyrenäen.

Das historische Zentrum Barcelonas entstand am Fuße des 191 Meter hohen Hausberges Montjuich, auf dem sich die Festung der Stadt befindet. Der Hausberg der Stadt erlebte 1929 die Weltausstellung und 1992 die Olympischen Sommerspiele. Das ehemalige Olympiastadion war bis vor kurzem noch der langjährige Heimspielort des Erstligisten Espanyol Barcelona. Ein Muss für Fußballfans aus aller Welt ist der Besuch des größten Fußballstadions Europas, dem Camp Nou, das 99.000 Zuschauern Platz bietet. Legendär sind die Spiele der Erzrivalen FC Barcelona und Real Madrid.

Auch kulturell und touristisch kann Barcelona mit der Hauptstadt wetteifern, nicht zuletzt, weil sich hier eine der ältesten Universitäten Europas befindet, die 1450 gegründet wurde.

Barcelonas ältestes Stadtviertel ist das Barrio Gotico, das im Schatten der gotischen Kathedrale Sankt Eulalia liegt. Dieses spätromanische bis frühgotische Meisterwerk sakraler Baukunst ist architektonisch bedeutsamer als die wesentlich bekanntere, bis heute unvollendete Kirche Sagrada Familia des Architekten Gaudì. Mit dem Bau dieser weltberühmten Kirche im neukatalanischen Stil wurde 1882 begonnen. Nach der Fertigstellung im Jahre X sollen den Bau insgesamt 18 Türme überragen. Der höchste von ihnen soll mit 170 Metern sogar den Turm des Ulmer Münster als bisher höchsten Kirchturm der Welt ablösen.

Moderne Wohnarchitektur und – natürlich – die revolutionäre, ein bisschen an den Österreicher Friedensreich Hundertwasser erinnernde Architektur Antonio Gaudis prägen das Stadtbild. Zu seinen berühmtesten „Kreationen“ zählen die Häuser Casa Batillo und Casa Mila.

Die Flaniermeile der Stadt ist zweifelsohne die Prachtstraße La Rambla, die sich vom Hafen bis ins Stadtinnere in fünf Abschnitte gliedert.

Wohnraum ist in Barcelona knapp und teuer – die Eigentumsquote liegt hier bei fast 82 Prozent. Bei stetig steigenden Immobilienpreisen nicht gerade ein El Dorado für Studenten und weniger Betuchte. Folge dessen ist eine lebendige Hausbesetzerszene. Viele der Besetzer haben ihre Unterkünfte zu offenen Häusern erklärt, in denen Veranstaltungen stattfinden und Künstler eine Bühne haben. Die Hausbesetzerszene ist in den Stadtteilen Gracia und Sants besonders ausgeprägt.

Foto: CC 2.0 Otto Normalverbraucher

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