Städtereise: Danzig

Die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Pommern liegt im Norden des Landes an der Danziger Bucht. Mit über 450.000 Einwohnern zählt das an der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegene Danzig zu den zehn größten Städten Polens.

Danzig ist eine alte Hansestadt und war schon im Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt. Der Wohlstand von einst ist heute an den gotischen Fassaden von Sakral- und Profanbauten in der Stadt ablesbar. Typisch für die Ostseeanrainerländer ist die Verwendung von Backstein als Baumaterial, der auch in Danzig hoch im Kurs stand. Architektonisch hat Danzig, in der sich Ende der 1980er Jahre die Solidarnosc-Bewegung unter Lech Walesa gegen den Stalinismus auflehnte, genauso viel zu bieten wie geschichtlich.

Seit jeher war die Stadt Spielball der Mächte. Preußen, Polen und russische Besatzer haben dem Gesicht von Danzig ihren Stempel aufgedrückt. Im Jahr 1919 erlangte Danzig nach dem Ersten Weltkrieg den unabhängigen Status einer Freien Stadt, was faktisch der Gründung eines Stadtstaates gleichkam. Dieser Status blieb bis zur Angliederung an das Deutsche Reich im Jahre 1939 erhalten. Seit dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs begann Danzig wieder aufzublühen.

Pro Jahr besuchen knapp zwei Millionen Touristen die Stadt. Sie bevölkern vor allen Dingen den Langen Markt und die historische Langgasse. Die Katharinen- und die Marienkirche sind zusammen mit Rechtsstädter Rathaus und Grünem Tor die wohl bekanntesten mittelalterlichen Bauwerke im historischen Zentrum. Das 1444 errichtete Krantor ist ein weiteres sehenswertes Baudenkmal.

Als Stadt am Meer zieht es die Danziger an warmen Sommertagen an einen der fünf Sandstrände der Stadt. Die beiden Stadtstrände von Danzig heißen Stogi und in Brzeźno. In letztgenanntem Badeort lädt die 130 Meter lange Seebrücke zum Flanieren ein. Sowohl Stogi als auch Brzeźno sind Erholungszentren mit Strandbars und Wasserrutschen. Die Lage der Strände zu Danzigs Altstadt ist ideal für Urlauber, die Kultur- und Erholungsurlaub miteinander verbinden möchten. Das natürliche Gold der Stadt ist übrigens ein schönes Mitbringsel: der Bernstein.

Foto: CC 2.5 Tomasz Sienicki

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