Die 10 sehenswertesten Städte Südamerikas

Südamerika hat nicht nur atemberaubende Natur, sondern auch sehenswerte Städte zu bieten. Urlaub in Südamerika wird immer beliebter – doch wohin soll es gehen? Wir stellen Ihnen die 10 sehenswertesten Städte vor, in alphabetischer Reihenfolge.

Buenos Aires, Argentinien

Der Name Buenos Aires stammt von einer Schutzheiligen der Seefahrer, Santa Maria del Buen Ayre (spanisch „Heilige Maria des Guten Windes“), nach der die Gründer sie benannten, um sich damit für die günstigen Wetterbedingungen auf der Anfahrt zu bedanken. Buenos Aires, Hauptstadt Argentiniens, wird das Paris Südamerikas genannt und beeindruckt durch eine interessante Mischung europäischer und südamerikanischer Kultur. Große Prachtstraßen, unzählige Architektur-Denkmäler, sehr unterschiedliche, charmante Stadtviertel, gute Einkaufsmöglichkeiten, ein ausgelassenes Nachtleben, Tango an jeder Ecke… das rastlose, mitunter anstrengende Buenos Aires weiß zu faszinieren, auch wenn Traumstrände und Berge fehlen.

Cartagena de Indias, Kolumbien

Schon kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1533 entwickelte sich Cartagena de Indias zu einer reichen Stadt. Cartagena war der wichtigste spanische Hafen an der Karibikküste und Lagerplatz für alle Schätze, die nach Spanien verschifft werden sollten. Cartagena de Indias ist eine der Juwelen unter den Kolonialstädten Südamerikas und beeindruckt auch durch seine traumhafte Lage an der Karibikküste. Das historische Zentrum, welches zum Weltkulturerbe gehört, ist vollständig ummauert und erinnert an turbulente Zeiten: Man stößt immer wieder auf alte Forts mit gen Meer gerichteten Kanonen. Die vielen Kirchen und Klöster, Plätze, Gassen und Herrenhäuser mit Holzbalkonen machen den Reiz der Altstadt aus. Das Nachtleben gilt als legendär.

Cusco, Peru

Die wechselvolle Geschichte als Hauptstadt des Inkareiches, die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung und die Landschaft inmitten der Anden machen Cusco zum Anziehungspunkt vieler Touristen. Als Ausgangspunkt zu der Inkastadt Machu Picchu ist sie weltbekannt geworden. Cusco gehört zu den Juwelen unter den südamerikanischen Städten – alte Inka-Fundamente der zerstörten Tempel und unzählige Kirchen zeugen von der Vergangenheit. Die Spanier wollten nach ihrem Einmarsch die „heidnische Zivilisation der Inka“ zerstören, scheiterten aber an einigen gigantischen Mauern mit exakt aneinandergepassten Steinen. Cusco gilt als die schönste Stadt Perus und präsentiert sich gerne als eine moderne Tourismus-Metropole.

Olinda, Brasilien

Olinda (portugiesisch für „Oh wie schön“) gehört zu den ältesten Städten Brasiliens. Obwohl Olinda in die Peripherie der Metropole Recife eingewachsen ist, hat die Stadt ihren Charme bewahrt. Olinda liegt malerisch auf leichten Hügeln am Meer und beeindruckt durch seine gut erhaltene, koloniale Pracht. Franziskaner und Benediktiner, Jesuiten und Karmeliter, sie alle verewigten sich mit ihren Kirchen und Klöstern – Olinda wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Die Stadt ist auch bekannt für ihre aktive Künstlerszene. Heute ist das benachbarte Recife der Regierungssitz und das Eingangstor für Touristen.

Ouro Preto, Brasilien

Den Namen Vila Rica do Ouro Preto (portugiesisch für „Reiche Stadt des schwarzen Goldes“) erhielt die Stadt nicht etwa wegen ihrer Öl- oder Kohlevorkommen, sondern wegen ihrer tatsächlich riesigen Goldvorkommen, die durch Eisenoxyd-Verunreinigung leicht schwarz gefärbt waren. Funde von Gold und Smaragden lockten ab dem 17. Jahrhundert viele Menschen in die Gegend. Vor allem die Goldfunde übertrafen alles, was die Portugiesen in Brasilien zuvor entdeckt hatten – es brach ein wahres Goldfieber aus. Ouro Preto, abgeschieden in der Gebirgskette Serra do Espinaço gelegen, gehört wegen seines weltweit einzigartigen, barocken Stadtbildes mit seinen zahlreichen Kirchen zu den wichtigsten Touristenmagneten Brasiliens. Kopfsteingepflasterte Gassen winden sich bergauf und bergab zwischen mit Kirchen gekrönten Hügeln inmitten von grünen Bergen… die Stadt vermittelt das Bild einer Märchenlandschaft. Herrenhäuser, Türme, Erker, Brunnen und Gärten vermitteln eine fesselnde Atmosphäre – wie im 18. Jahrhundert. Ouro Preto wurde von der UNESCO zum „Kulturdenkmal der Menschheit“ erklärt und ist für das Verständnis Brasiliens und das Selbstverständnis der Brasilianer sehr wichtig.

Rio de Janeiro, Brasilien

Am 1. Januar 1502 entdeckte der portugiesische Seefahrer Gaspar de Lemos die Guanabara-Bucht, die er für eine Flussmündung hielt – und gab ihr den Namen „Rio de Janeiro“ (portugiesisch für „Fluss des Januar“). 1680 wurde Rio Hauptstadt der südlichen Regionen Brasiliens, 1763 zur Hauptstadt Brasiliens, bis 1960, als Rio den Rang an das neu erbaute Brasília abtreten musste. Rio de Janeiro ist, trotz aller negativen Schlagzeilen, zweifelsfrei das Highlight Südamerikas und eine der schönsten Städte der Welt. Rio hat zwar einige weltberühmte Sehenswürdigkeiten und interessante Stadtviertel zu bieten – aber besonders die atemberaubende Lage stellt andere Metropolen in den Schatten: die schroffen Kegel der Berge, zwischen denen Rio gewachsen ist, Urwald, der bis in die Stadt hineinreicht, eine Bucht, in deren Wasser zahlreiche Inseln verstreut liegen, die Wellen, die sich an den weißen Sandstränden brechen, und über allem das Blau des Himmels. Dazu noch einen kräftigen Schuss brasilianische Kultur, Samba, Fußball und Körperkult.

Salta, Argentinien

Im fruchtbaren Tal „Valle de Lerma“ am Fuße der Anden gelegen, überrascht Salta mit seiner eindrucksvollen Kolonialarchitektur. In der Eingeborenensprache Aymará bedeutet Salta „die Schöne“, was man auch heute noch unterschreiben kann. Saltas Aufschwung zu Zeiten der spanischen Eroberung war vor allem der strategisch günstigen Lage am Haupthandelsweg zwischen Buenos Aires und Lima zu verdanken. Davon zeugen die reichen Herrenhäuser, viele Brunnen und Monumente sowie die mächtige Kathedrale. In Salta beginnt eine der berühmtesten Zugstrecken der Welt: der Tren a las Nubes (Zug in die Wolken), der über die Anden bis zur Brücke La Polvorilla führt.

Salvador da Bahia, Brasilien

Das 1549 gegründete Salvador da Bahia durfte sich bis 1763 Hauptstadt Brasiliens nennen. Ein Großteil der Bevölkerung sind Nachfahren von afrikanischen Sklaven, die auf den umliegenden Zuckerrohrplantagen arbeiten mussten – Salvador ist heute das Zentrum afrobrasilianischer Kultur. Durch die engen Gassen des Zentrums hallen die Trommelschläge der Musikgruppen, während die Frauen mit weiten Röcken wie Königinnen hinter ihren Essständen sitzen. Die Menschen sind bekannt für ihre Lebensfreude, ihre Lust am Musikmachen und am Tanzen – es finden häufig spontane und ausgelassene Feste statt. Salvador steckt voller Geheimnisse und Entdeckungen – fremdartig, faszinierend und voller Magie. Die Altstadt mit ihrer kolonialen Pracht, den unzähligen beeindruckenden Kirchen, wurde zum Weltkulturerbe ernannt.

Sucre, Bolivien

Sucre wurde 1839 nach dem südamerikanischen Freiheitskämpfer Antonio José de Sucre benannt und ist heute die konstitutionelle Hauptstadt von Bolivien, vor allem bekannt für ihre Schokoladen-Spezialitäten. Mit ihren gepflegten Plätzen und Parkanlagen gilt Sucre als eine der schönsten Städte Südamerikas. Die Altstadt mit ihren weißen Gebäuden gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele einer spanischen Kolonialstadt in Südamerika und ist seit 1991 Weltkulturerbe der UNESCO.

Valparaíso, Chile

Valparaíso (spanisch für „Paradiestal“), eine Metropole am Pazifik, erstreckt sich über 45 Hügel und ist bekannt für ihre farbenfrohen Häuser, die 15 Standseilbahnen und die unzähligen Treppen, über die man auf die Hügel gelangen kann. Von diesen wird man mit herrlichen Ausblicken auf die Bucht und das Meer belohnt. Der Charakter der Stadt gilt als weltberühmt und ist Inhalt zahlreicher literarischer, musikalischer und künstlerischer Interpretationen. Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt Chiles. Im Juli 2003 wurde der historische Stadtkern mit seiner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Fotos: CC 3.0 Sking, CC 2.0 Norma Gòmez, CC 2.5 Colegota, CC 3.0 David Moraes de Andrade, CC 3.0 PQ3, CC 3.0 LecomteB, CC 2.0 loco085, CC 2.0 fhmolina, CC 3.0 Skykid 123ve, CC 2.5 Pekka Parhi

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2 Kommentare zu Die 10 sehenswertesten Städte Südamerikas

  1. Lisa 8. März 2011 um 13:52 #

    Nichts geht über Ouro Preto! Sehr empfehlen kann ich auch noch Santiago de Chile. Tolle Stadt!

  2. Gustavo Bonelli 20. August 2011 um 11:40 #

    Und wo bleibt den Lima-Peru, ich meine, die gehört zu den schönsten städten in Südamerika!
    Dort ist es einfach Toll! Kann ich nur empfehlen.

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