Reiserecht: Mängel im Urlaub sofort melden

Urlaub sollte die schönste Zeit des Jahres sein, kann einem aber auch vermiest werden: Flecken auf dem Bett, Schimmel im Hotelzimmer, Ausfall der Klimaanlage, mangelnde Reinigung, ungenießbares Essen – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Eine deutliche Abweichung vom beschriebenen Standard kann eine Rückerstattung von bis zu 25 Prozent des Reisepreises einbringen; Schäden im Hotel, nicht angekündigte Baustellen oder hygienische Missstände sogar 50 Prozent und mehr. Richtwerte bietet die Frankfurter Tabelle.

Bei Mängeln gilt: sofort die Reiseleitung ansprechen! Laut aktueller Rechtsprechung muss den Reiseveranstaltern in vielen Fällen bereits vor Ort die Möglichkeit gegeben werden, die Mängel zu beseitigen. Oftmals kann Abhilfe geschaffen, ein Zimmerwechsel veranlasst oder sogar ein neues Hotel angeboten werden.

Werden die Mängel nicht früh genug gemeldet, verliert der Gast jeglichen Anspruch auf eine Reisemängelerstattung. Es ist nicht anders als in einer Mietwohnung: Der Vermieter muss benachrichtigt werden, ihm muss die Möglichkeit der Mängelbeseitigung gewährt werden und eine Mietminderung ist erst ab dem Zeitpunkt der Meldung möglich.

Sollte kein sofortiger Kontakt möglich sein, kann man sich eine Beschwerde bescheinigen lassen, Fotos oder Videos der Mängel als Beweismittel sichern und andere Gäste ansprechen, um Adressen auszutauschen.

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