Segeln in der Schweiz

Wenn er in Deutschland mit Seglern auf sein Heimatrevier zu sprechen kommt, erntet Uwe Bechmann, Betreiber des Blogs Segelrevier.ch, zunächst ein leicht spöttisches Lächeln. „Die Schweiz? Ach, da kann man auch Bootfahren? Gibt doch nur Berge, Wiesen und Kühe da!“. Wenn dann jedoch ein paar Daten in den Raum geworfen werden, wird aus dem leicht spöttischen Lächeln ganz schnell ein Staunen.

Die Schweiz hat aufgrund ihrer topografischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten rund 1.500 Seen – statistisch gesehen ein See auf 3,6 km². Insgesamt sind ungefähr vier Prozent der Oberfläche der Schweiz von Seen bedeckt.

Der größte See der Schweiz ist der Genfer See (580 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 Prozent auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536 km² etwas kleiner (24 Prozent der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19 Prozent auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü. M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die größten ganz in der Schweiz liegenden Seen sind der Neuenburgersee (215 km²), der Vierwaldstättersee (114 km²) und der Zürichsee (88 km²).

Seen mit beständigen Winden, hervorragenden Thermiken, grandiosen Alpenpanoramen im Hintergrund: Kein Wunder, dass die Schweiz nach Neuseeland die Nation mit den meisten zugelassenen Segelbooten pro Kopf der Bevölkerung ist. Und das ohne Zugang zum Meer!

mehr über das Segeln in der Schweiz: www.segelrevier.ch

Foto: CC 2.5 Andrew Bossi

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