ÖPNV mal anders: Lissabons Aufzüge, Trams und die Metro

Lissabon umgibt der unwiderstehliche Charme vergangener Zeiten. Prächtige Kirchen, Paläste und Klöster, weltstädtische Plätze und Boulevards, idyllische Hügelviertel, verträumte kleine Plätze und enge Gassen. Die Metropole ist ein einziges hügeliges Durcheinander, mit Höhenunterschieden von 220 Metern, atemberaubenden Aussichtspunkten, von denen man neben dem roten Dächermeer auch die Mündung des blauen Tejo in den Atlantik bewundern kann. Die topografischen Umstände haben den Nahverkehr geprägt, und der Nahverkehr prägt Lissabon. Weltberühmt sind die Aufzüge und die alten Trams. Weniger berühmt, aber nicht weniger sehenswert ist die Lissaboner Metro.

Elevadores

Im hügeligen Lissabon gibt es vier historische Aufzüge, die Bewohner und Touristen von der Unterstadt im Zentrum in die höher gelegenen Viertel und zurück bringen. Nur einer dieser vier Elevadores ist ein richtiger Aufzug, bei den anderen handelt es sich um Standseilbahnen, die eher wie Trams aussehen. Ihre Anlagen sind im Gegensatz zu echten Standseilbahnen komplett unter der Straßenoberfläche integriert. Natürlich dienen auch die Tramlinien an vielen Stellen als Aufzüge.

Électricos

Die Straßenbahn von Lissabon ist weltbekannt. Sie schaukelt wie eh und je die Bewohner und Touristen steil bergauf-bergab durch die engen Straßen – stellenweise müssen sogar Fußgänger in Hauseingänge ausweichen, um eine Straßenbahn passieren zu lassen. Nur die Linie 15E nach Algés wird tagsüber von modernen Niederflurfahrzeugen befahren. Das zurzeit existierende Netz mit fünf Linien – mit dem Bau der Metro begann das Schrumpfen des Netzes – bedient im Prinzip nur noch die engen Hügelviertel rund um das Zentrum, sowie die nicht von der Metro erschlossenen westlichen Stadtteile. Mittlerweile ist aber die Wiedereröffnung zumindest einer Linie in Planung.

Metro

Die Metropolitano de Lisboa ist eine vollwertige Untergrundbahn und besteht aus vier Linien. Mit dem Bau wurde 1959 begonnen, heute gibt es ein Liniennetz mit einer Länge von 40 Kilometern, auf denen 46 Stationen liegen, davon nur zwei an der Oberfläche. Die staatliche Betreibergesellschaft Metropolitano de Lisboa, EPE, legte von Anfang an einen großen Wert auf unterschiedlichen Aufbau und die künstlerische Gestaltung der einzelnen Stationen. So zählt die Metro von Lissabon zu den größten unterirdischen Kunstgalerien der Welt. Ebenso vorbildlich ist das besondere Linienschema mit Farben und Symbolen.

Fotos: CC 3.0 Petr Adam Dohnálek, CC 2.0 detengase, CC 2.0 Dr.G.Schmitz, Koshelyev

, ,

2 Kommentare zu ÖPNV mal anders: Lissabons Aufzüge, Trams und die Metro

  1. Arne 12. Oktober 2013 um 15:53 #

    Lissabon ist wirklich eine ganz besondere Stadt – meiner Meinung nach eine der schönsten auf der ganzen Welt. Denn die Stadt hat Flair. Und wer wirklich einmal mit einem der Aufzüge einen Hügel in der Stadt nach oben gefahren ist und den Ausblick nach unten genossen hat, der wird dem nur zustimmen können.

    • David Damjanović 15. Oktober 2013 um 17:38 #

      Stimmt :-)

Hinterlasse einen Kommentar zu David Damjanović Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.