Yosemite-Nationalpark: Granitfelsen, Wasserfälle und Mammutbäume

Der Yosemite-Nationalpark liegt im zentralen Hochgebirge Sierra Nevada in Kalifornien, etwa 300 Kilometer östlich von San Francisco. Flächenmäßig erstreckt er sich über 3.081 Quadratkilometer entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada. Er liegt in einer Höhe von 600 bis über 4.000 Metern ü. NN, in ihm befinden sich höhenbedingt fünf verschiedene Ökosysteme. Der Nationalpark besitzt viele Seen und Teiche, 2.600 Kilometer Flüsse, 1.300 Kilometer Wanderwege und 560 Kilometer Straßen. Jährlich zieht er drei Millionen Besucher an, von denen ein Großteil lediglich den zentralen Teil des Parks, das Yosemite Valley, besichtigt. Im Jahr 1984 wurde der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, da seine beeindruckenden Felsen aus Granit, seine Wasserfälle und klaren Bäche, die Haine von Mammutbäumen und seine Artenvielfalt weltweit bekannt sind.

Das Kernstück Yosemite Valley macht lediglich ein Prozent der Gesamtfläche des Parks aus, aber genau dorthin zieht es die meisten Besucher. El Capitan ist ein hoher Granitfelsen, der sich über dem Tal auftürmt. Der Berg stellt eines der beliebtesten Ziele für Bergsteiger dar, da ihn seine verschiedenen Schwierigkeitsgrade auf zahlreichen Kletterpfaden für Anfänger und Fortgeschrittene attraktiv machen. Außerdem kann der Berg zu jeder Jahreszeit bestiegen werden. Eindrucksvolle Granitkuppeln wie der Sentinel Dome und der Half Dome erheben sich in 900 und 1.450 Metern Höhe über dem Tal.

Das Hochland des Parks weist viele landschaftlich schöne Gegenden auf, wie die Wiesenlandschaften Tuolumne Meadows, Dana Meadows, die Gebirgsketten Clark Range und Cathedral Range sowie die Hügelkuppe Kuna Crest. Weitere Gebirgsketten erstrecken sich außerdem über den Yosemite-Nationalpark, mit Bergspitzen aus metamorphem Gestein, wie dem Mount Dana und Mount Gibbs, sowie Granitfelsen wie dem des Mount Conness. Der Mount Lyell ist der höchste Berg im Park mit einer Höhe von 3.994 Metern.

Yosemite ist für seine große Anzahl von Wasserfällen bekannt. An den vielen steil abfallenden Klippen, Vorsprüngen und Hangtälern befinden sich viele Wasserfälle, besonders in den Monaten April, Mai und Juni während der Schneeschmelze. Stellenweise treten bei Regen auch immer wieder Wasserfälle auf, die nur aufgrund des Wetters entstehen und auch wieder verschwinden. Die Yosemite Falls sind mit einer Gesamthöhe von 739 Metern die höchsten Wasserfälle in ganz Nordamerika und gehören zu den höchsten Wasserfälle der Welt. Sie sind jedoch gegen Ende des Sommers oft völlig ausgetrocknet. Im Yosemite Valley befindet sich überdies auch der Wasserfall Ribbon Falls, dessen Fall 492 Meter in die Tiefe geht. Der wohl bekannteste Wasserfall ist der Bridalveil Fall. Weitere erwähnenswerte Wasserfälle sind die Wapama Falls im Hetch Hetchy Valley.

Im Park befinden sich insgesamt drei Haine mit Riesenmammutbäumen (Sequoiadendron giganteum). Größter Hain ist der Mariposa Grove mit 200 Bäumen, vor dem Toulumne Grove mit 25 Bäumen und dem Merced Grove mit 20 Bäumen. Riesenmammutbäume gelten als die massivste Baumart der Welt und ebenso als eine der größten bei einer langen Lebensdauer. Die Küstenmammutbäume, die an der Küste Nordkaliforniens zu finden sind, stellen die höchste und die Langlebige Kiefer in Ostkalifornien die älteste Baumart der Welt dar. Vor Beginn der letzten Eiszeit waren Riesenmammutbäume weit häufiger verbreitet.

Der Großteil des Parks wird im Winter aufgrund von heftigen Schneefällen geschlossen. Das älteste Skigebiet in Kalifornien, die Badger Pass Ski Area, öffnet im Winter. Es gibt mehrere Abfahrten und auch eine Skischule. Große Teile des Parks sind für Skilanglauf geeignet und viele Skihütten im Hinterland bieten Möglichkeiten für einen Zwischenstopp. Für Ausflüge ins Hinterland inklusive Übernachtung sind aber Genehmigungen erforderlich.

Fotos: CC0 Jon Sullivan, CC 3.0 Patrick Scales, Urban

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