Der Reiz der frühen Morgenstunden

Früh aufzustehen, lohnt sich auf Städtereisen in jedem Fall: man hat mehr Zeit, vorausgesetzt man geht nicht zu spät ins Bett. An einem Sonn- oder Feiertag sollte man es sich nicht entgehen lassen, einmal ganz besonders früh aufzustehen und einen kleinen Spaziergang zu machen. Die frühen Morgenstunden sind reizvoll – vor allem außerhalb des Zentrums, wo nichts los ist. Man marschiert durch eine scheinbar menschenleere Stadt, hört die Vögel und erlebt eine ganz besondere Atmosphäre. Nicht zu vergessen ist dabei der Reiz der „Blauen Stunde“, die hier beschrieben wird.

Mein Faible für frühe Morgenstunden habe ich vor fünf Jahren in Brüssel entdeckt. Ich hatte Lust, am Ostersonntag gegen 5:30 Uhr in Etterbeek / Woluwe-Saint-Lambert spazieren zu gehen. Warum, weiß ich nicht mehr genau.

Es hat leicht geregnet, das Licht der Laternen, Ampeln und geschlossenen Geschäfte spiegelte sich auf dem Asphalt, die Straßen waren menschenleer und gehörten scheinbar den Vögeln. Man sah sie nicht, zu hören waren sie aber wie sonst nie – normalerweise geht das enorme Gezwitscher im Straßenlärm unter. Nur zweimal huschte ein Taxi vorbei. Die Straßenbeleuchtung ging sehr früh aus, was den Reiz nochmal verstärkte.

Auffällig waren zahlreiche eingeschlagene Fensterscheiben von Autos. Ein nächtlicher, „einsamer“ Spaziergang durch Seitenstraßen von Metropolen ist, besonders in Brüssel, nicht unbedingt sicher. Um 6 Uhr sollten Kriminelle aber langsam im Bett liegen.

Beim Spaziergang hatte ich eine kleine Kamera dabei. Die Bilder sind nicht von bester Qualität, vermitteln die Atmosphäre aber gut.

, , ,

Ein Kommentar zu Der Reiz der frühen Morgenstunden

  1. Trebbin 4. Juli 2011 um 19:24 #

    Wir waren vor zwei Jahren auch in Brüssel unterwegs und können Brüssel echt empfehlen. Die Bilder von Brüssel sind sehr schön… Lg sendet Peter

Hinterlasse eine Antwort