RiskMap 2011: Sicherheitsrisiko-Weltkarte

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Wie sicher sind Auslandsreisen 2011? Die Studie „RiskMap“ der internationalen Unternehmensberatung für Risikomanagement „Control Risks“ hat die Sicherheitslage in 173 Ländern untersucht – zwar speziell für Geschäftsleute, aber die Karte ist auch für normale Reisende interessant.

Die RiskMap klassifiziert einmal pro Jahr 173 Länder weltweit in fünf Risikostufen: unerheblich, niedrig, mittel, hoch und extrem. Das Sicherheitsrisiko wird dabei ermittelt aus der Zahl der Diebstähle und Kleinkriminalität, Überfälle, Entführungen und bewaffneten Übergriffe sowie Sachbeschädigung, Betrug und die Gefahr von Terroranschlägen.

Europa

In Europa ist das Sicherheitsrisiko meist niedrig – mit ein paar Ausreißern nach oben und unten. Das beste Prädikat „unerheblich“ erhalten die skandinavischen Länder Dänemark (mit Ausnahme der Städte Kopenhagen und Aarhus), Schweden und Norwegen, weiterhin Finnland, Island, Luxemburg, die Schweiz (mit Ausnahme der Städte Zürich, Bern und Genf) und – als einziges Land Südeuropas – Portugal. Diese Länder sind die sichersten der Welt. Problematischer wird es in einigen Regionen und Ländern Südeuropas: Das Baskenland, der Süden Italiens, Bosnien und Herzegowina, die Region Kosovo-Nordalbanien-Mazedonien und die griechischen Städte Athen und Thessaloniki erhalten nur die Risikostufe „mittel“. Auch einige Länder Osteuropas wie Weißrussland, die Ukraine und Russland werden so eingestuft.

Nordamerika

Teilt man Nordamerika in Nord- und Mittelamerika, ist das Sicherheitsrisiko in Nordamerika durchweg niedrig. Mittelamerika erhält meist das Prädikat „mittel“. Hoch ist das Risiko jedoch im Norden Mexikos sowie um Acapulco, in Guatemala City, Haiti und im Osten Panamas. Als Folge der kriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen hat sich die Sicherheitslage deutlich verschlechtert. Positive Ausnahmen („niedrig“) sind Kuba, Belize, Costa Rica und einige Inselstaaten.

Südamerika

Der Norden Südamerikas erhält meist das Prädikat „mittel“. In Brasilien und Kolumbien hat sich die Sicherheitslage deutlich verbessert. In den Grenzregionen Venezuela-Kolumbien und Kolumbien-Ecuador, sowie in zwei Regionen Perus und der venezuelanischen Hauptstadt Caracas ist das Risiko jedoch hoch – dort gibt es noch immer bewaffnete Konflikte zwischen Guerilla, paramilitärischen Einheiten, dem Militär und Drogenkartellen. Niedrig ist das Sicherheitsrisiko im Süden Südamerikas: Chile, Argentinien (mit Ausnahme von Buenos Aires), Paraguay und Uruguay erhalten also das gleiche Prädikat wie Europa.

Australien / Ozeanien

In Australien / Ozeanien ist das Sicherheitsrisiko niedrig, mit Ausnahme einiger Inseln. In Papua-Neuguinea ist das Sicherheitsrisiko sogar hoch.

Asien

In Asien sieht es, mit einigen Ausnahmen wie der Türkei, Israel, den Arabischen Emiraten, China und Japan, eher düster aus: Das Sicherheitsrisiko ist meist mittel, oft hoch bis hin zu extrem (Afghanistan/Pakistan) – und es erhöht sich weiter. Auch auf den Inseln im Indischen Ozean wie den Seychellen und Malediven hat sich das Risiko inzwischen von unerheblich auf niedrig bzw. mittel erhöht.

Afrika

Afrika sieht auf der Karte aus wie ein Flickenteppich aus „mittel“, „hoch“ und „extrem“. Gelegentlich, vor allem im Norden, findet man auch ein paar Länder und Regionen mit dem Prädikat „niedrig“. Die Lage in den arabischen Ländern Nordafrikas ist inzwischen jedoch mehr als angespannt – aufgrund der Arabischen Revolutionen dürfte das Sicherheitsrisiko dort aktuell bei „mittel“ bis „extrem“ liegen.

RiskMap 2011 (PDF)

Foto: CC 3.0 Effeietsanders

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