Vorsicht Falle: Abzocke in Touristenstädten

Einige Städte sind so schön, dass sie von Touristen geradezu überrannt werden. Wo viele Touristen sind, gibt es leider auch viel Abzockerei. Findige Geschäftsleute und Betrüger nutzen die Situation aus – sie verdienen viel Geld und haben nicht viel zu befürchten. „Laufkundschaft“ ist immer da.

Hier ein paar gängige Beispiele:

London: Traumhaft schönes 3-Sterne-Hotel in bester Lage, 120€ für ein Doppelzimmer. Beim Betreten kommt einem aber schon der Muff entgegen, im Zimmer trifft einen der Schlag. Beschwerde, Antwort: “Für Londoner Verhältnisse ist das Hotel günstig, für den Preis können Sie nicht viel erwarten.”

Brüssel: Die weltberühmten Fressgassen. Nettes Restaurant ausgesucht, Preise laut Karte nicht zu hoch. Das Essen ist allerdings nur mäßig und die anschließende Rechnung schockiert. Das “belgische Restaurant” wird von Marokkanern betrieben, denen zig Restaurants in den Fressgassen gehören. Es geht nicht um das Essen, sondern um das Geld – und die Karte galt nur für die Mittagszeit.

Rom: Wunderbares Straßencafé an der Piazza Navona. Cappuccino bestellt, Preis: 6€. Beschwerde, Antwort: “Drinnen kostet der Cappuccino 2€, auf der Terrasse 6€. Das ist hier normal, das Personal muss schließlich bezahlt werden.”

Barcelona: Schlichtes Café mit Plastikstühlen am Strand, Durst auf Cola. Man bekommt eine Dose und ein Glas. Preis: 5€. Beschwerde, Antwort: “Das ist hier normal.”

Paris: Umwerfendes Jugendstil-Café, fehlt in keinem Reiseführer. Da muss man mal gesessen haben – auch wenn das Bier 6€ kostet. Der Inhaber reibt sich in Algier die Hände.

Brüssel: Netter Chocolatier, unweit vom Grand Place, direkt neben Traditionsgeschäften wie Neuhaus, Leonidas, Godiva und Galler. Pralinen gibt es in günstigen Gebinden – da bekommt man ja richtig viel für das Geld, denkt man sich. Es handelt sich allerdings um billigste No-Name-Pralinen, die zu völlig überzogenen Preisen verkauft werden. Es gibt zig Läden dieser Art im Viertel, alle gehören zwei bulgarischen Brüdern, denen das Souvenirgeschäft nicht mehr ertragreich genug war.

Nur sechs von vielen Geschichten, bei denen der Schaden noch recht gering ist. In fragwürdigen Reiseländern sieht es ganz anders aus – dort kann man nach Strich und Faden betrogen werden.

Was tun, damit man nicht in solche Fallen tappt? Sich im Internet informieren und Insider / Einheimische fragen. Es gibt genug private, liebevoll geführte Websites für fast jede Stadt, auch in deutscher Sprache. Gut austauschen kann man sich auch in Foren.

1 Antwort
  1. Raphael
    Raphael says:

    In Prag muss man auch ziemlich aufpassen, oft wird Kreditkartenbetrug an Touristen betrieben. Zusätzlich lohnt es sich ein paar Schritte auf sich zu nehmen um tschechische Preise z.B. für ein Bier zu bezahlen, während man im Zentrum an vielen Orten Preise wie in Deutschland oder sogar der Schweiz bezahlt.

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