Ich weiß nicht was soll es bedeuten…

Die Loreley ist ein Schieferfelsen im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal bei Sankt Goarshausen, Rheinland-Pfalz, der sich am östlichen rechten Rheinufer als 132 Meter hoher steil aufragender Felsriegel dem Strom in den Weg stellt. Der Blick von oben auf die Rheinkurven und auf Sankt Goarshausen mit der Burg Katz ist ein Anziehungspunkt für Touristen.

Loreley ist auch der Name einer Nixe auf diesem Felsen. Der Legende zufolge kämmte sie dort ihre langen, goldenen Haare und zog die Schiffer mit ihrem Gesang an. Diese achteten trotz gefährlicher Strömung nicht mehr auf den Kurs, so dass die Schiffe an den Felsenriffen zerschellten. Heinrich Heine griff das Thema 1824 in seinem wohl bekanntesten Gedicht auf, das unter dem Titel „Die Lore-Ley“ in die Literaturgeschichte einging. Verbreitung fand es vor allem durch die Vertonung von Friedrich Silcher (1837). Auch wenn die gefährlichsten Felsen im Fahrwasser gesprengt wurden, ist die Fahrt durch die Loreley-Passage heute noch immer mit einem besonderen Risiko verbunden, vor allem bei außergewöhnlichen Wasserständen.

Die Herkunft des Namens „Loreley“ ist nicht eindeutig geklärt. Unumstritten ist der Zusammenhang mit dem ursprünglich keltischen „Ley“, mit dem in der Region häufig (Schiefer-)Fels oder Stein bezeichnet wurde. „Lore“ könnte auf das wenige Kilometer stromaufwärts gelegene Lorch verweisen. Möglicherweise lässt es sich aber auch auf das altdeutsche „lorlen“ (rauschen, murmeln) zurückführen und auf das starke siebenfache Echo, welches heute wegen des Verkehrslärms nicht mehr hörbar ist. Das Rauschen des dem Loreleyfels gegenüberliegenden hohen Galgenbach-Wasserfalls und auch das Rauschen der früher an Untiefen und Klippen sich brechenden Rheinströmung wurde als Echo von den vielen Felsüberhängen nach unten reflektiert und erschien so, als ob es von den Felsen herstammte. Schon früh suchte man Erklärungen dafür und machte zunächst in Höhlen des Felsens hausende Zwerge dafür verantwortlich.

Seit dem Jahr 2000 steht ein Besucherzentrum mit Museum zur Verfügung. Es informiert vor Ort über Kultur, Wirtschaft und Natur dieser Region. Dabei wird dem Besucher auch eine moderne Ausstellung angeboten.

Fotos: CC 3.0 Felix Koenig, CC 2.0 Georg Dahlhoff

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