RiskMap 2012: Sicherheitsrisiko-Weltkarte

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Wie sicher sind Auslandsreisen 2012? Die Studie „RiskMap“ der internationalen Unternehmensberatung für Risikomanagement „Control Risks“ hat die Sicherheitslage in 173 Ländern untersucht – zwar speziell für Geschäftsleute, aber die Karte ist auch für normale Reisende interessant.

Die RiskMap klassifiziert einmal pro Jahr 173 Länder weltweit in fünf Risikostufen: unerheblich, niedrig, mittel, hoch und extrem. Das Sicherheitsrisiko wird dabei ermittelt aus der Zahl der Diebstähle und Kleinkriminalität, Überfälle, Entführungen und bewaffneten Übergriffe sowie Sachbeschädigung, Betrug und die Gefahr von Terroranschlägen.

Europa

In Europa ist das Sicherheitsrisiko meist niedrig – mit ein paar Ausreißern nach oben und unten. Das beste Prädikat „unerheblich“ erhalten die skandinavischen Länder Dänemark (mit Ausnahme der Städte Kopenhagen und Aarhus), Schweden (mit Ausnahme der Städte Stockholm und Göteborg) und Norwegen, weiterhin Finnland, Island, Luxemburg, die Schweiz (mit Ausnahme der Städte Zürich, Bern und Genf), Liechtenstein und – als einziges Land Südeuropas – Portugal. Diese Länder sind die sichersten der Welt. Problematischer wird es in einigen Regionen und Ländern Südeuropas: Der Süden Italiens, Bosnien und Herzegowina, die Region Kosovo-Nordalbanien-Mazedonien, die griechischen Städte Athen und Thessaloniki sowie die türkische Stadt Istanbul erhalten nur die Risikostufe „mittel“. Auch Länder Osteuropas wie Weißrussland und Russland werden so eingestuft.

Nordamerika

Teilt man Nordamerika in Nord- und Mittelamerika, ist das Sicherheitsrisiko in Nordamerika durchweg niedrig. Mittelamerika erhält meist das Prädikat „mittel“. Hoch ist das Risiko jedoch in weiten Teilen Mexikos (Norden und Osten sowie um Acapulco), in Guatemala City, San Salvador, San Pedro Sula, Haiti und im Osten Panamas. Als Folge der kriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen hat sich die Sicherheitslage deutlich verschlechtert. Positive Ausnahmen („niedrig“) sind Kuba, Belize, Costa Rica und einige Inselstaaten.

Südamerika

Der Norden Südamerikas erhält meist das Prädikat „mittel“. In einigen Regionen ist das Risiko jedoch hoch: in den Grenzregionen Venezuela-Kolumbien und Kolumbien-Ecuador, Teilen Kolumbiens, Perus sowie der venezuelanischen Hauptstadt Caracas – dort gibt es noch immer bewaffnete Konflikte zwischen Guerilla, paramilitärischen Einheiten, dem Militär und Drogenkartellen. Niedrig ist das Sicherheitsrisiko im Süden Südamerikas: Chile, Argentinien (mit Ausnahme von Buenos Aires), Paraguay und Uruguay erhalten also das gleiche Prädikat wie Europa.

Australien / Ozeanien

In Australien / Ozeanien ist das Sicherheitsrisiko niedrig, mit Ausnahme einiger Inseln. In Papua-Neuguinea ist das Sicherheitsrisiko sogar hoch.

Asien

In Asien sieht es, mit einigen Ausnahmen wie der Türkei, Israel, den Arabischen Emiraten, Kasachstan, China und Japan, eher düster aus: Das Sicherheitsrisiko ist meist mittel, oft hoch bis hin zu extrem (Afghanistan) – und es erhöht sich weiter.

Afrika

Afrika sieht auf der Karte mit wenigen Ausnahmen aus wie ein Flickenteppich aus „mittel“, „hoch“ und „extrem“. Die Sicherheitslage in Nordafrika hat sich, vom Norden Marokkos und Tunesiens abgesehen, im Vergleich zum Vorjahr als Folge der Arabischen Revolutionen massiv verschlechtert und liegt bei „mittel“ bis „hoch“.

RiskMap 2012 (PDF)

Foto: CC 3.0 Effeietsanders

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