Londons grüne Lungen

Die britische Hauptstadt London gehört zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Die Metropole beherbergt weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie den Tower of London, die Tower Bridge, den Palace of Westminster oder den Buckingham Palace, um nur einige Beispiele zu nennen. London ist aber auch bekannt für seine extrem hohen Preise. Wer eine der zahlreichen Ferienwohnungen in London mietet, kann viel Geld für Übernachtungen und Restaurantbesuche sparen. Auch bei den Sehenswürdigkeiten wird kräftig zur Kasse gebeten – aber es gibt auch zahlreiche kostenlose Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Dazu zählen die Londoner Parks.

London besitzt eine große Anzahl von luxuriösen Grünanlagen. Mehr als 200 Parks breiten sich auf rund 220 Quadratkilometern Fläche aus. Die königlichen Parks waren einst den Monarchen vorbehalten, wurden aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts in öffentliche Parkanlagen umgewandelt.

Greenwich Park ist einer dieser königlichen Parks. Er liegt im Stadtbezirk Greenwich im Südosten von London. Am Nordrand des 73 Hektar großen Geländes liegen das National Maritime Museum und das Queen’s House, ein ehemaliger königlicher Palast. Auf einem Hügel in der Mitte des Parks befindet sich das Royal Greenwich Observatory. 1997 wurden der Greenwich Park und die dazugehörigen Gebäude von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.

Der Hyde Park mit der Marble Arch und dem weltberühmten Speakers‘ Corner, der an die Kensington Gardens angrenzt, wurde lange als die „Lunge Londons“ bezeichnet. Der Regent’s Park im Norden des West Ends ist von besonders eleganten Wohngebäuden umgeben, die für den Prinzregenten entworfen wurden. Der Park beinhaltet auch den Zoologischen Garten (London Zoo). Mitten im Stadtzentrum befinden sich der Green Park und der St. James’s Park.

Die Royal Botanic Gardens (Kew Gardens) sind eine ausgedehnte Parkanlage mit bedeutenden Gewächshäusern. Sie sind zwischen Richmond upon Thames und Kew im Südwesten Londons gelegen und zählen zu den ältesten botanischen Gärten der Welt. Dort sind Pflanzen und Gewächse zu sehen, die nirgendwo sonst in Europa oder gar auf der nördlichen Halbkugel zu finden sind. Neben den viktorianischen Gewächshäusern finden sich in Kew Gardens auch großflächige Parkanlagen mit sehr alten Rhododendrongewächsen. 2003 wurden die Royal Botanic Gardens von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Richmond Park ist mit einer Fläche von zehn Quadratkilometern der größte königliche Park. Er liegt in den Stadtbezirken Richmond upon Thames und Kingston upon Thames im Südwesten von London. Ursprünglich war Richmond Park das Hirschjagdgebiet von König Edward I., heute ist er der größte ummauerte Park Europas in einem städtischen Gebiet. Hauptattraktionen sind eine Herde mit 650 Wapitis und Damhirschen, die freien Auslauf haben, sowie die Isabella Plantation, ein Gebiet mit zahlreichen seltenen Pflanzenarten.

Foto: CC 3.0 Gryffindor

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