Fátima und das Sonnenwunder

Fátima ist eine Stadt im Kreis Ourém in Portugal, etwa 130 Kilometer nördlich von Lissabon gelegen. Fátima ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der Römisch-Katholischen Kirche, der, ähnlich wie Lourdes, auch mit der Hoffnung auf Wunderheilung aufgesucht wird.

Berichtet wird, dass am 13. Mai 1917 drei Hirtenkinder, Lúcia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto, auf einem freien Feld eine Erscheinung der Jungfrau Maria erfahren hätten. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurückzukommen. Die Kinder vereinbarten untereinander Stillschweigen, Jacinta brach jedoch dieses Versprechen – und am 13. Juni fanden sich einige Neugierige ein, die sich mit eigenen Augen überzeugen wollten, ob die Geschichten der Kinder stimmten. Als im Juli, August und September die Zahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober ein Wunder an.

Am fraglichen Tag hätten Zehntausende von Anwesenden ein Sonnenwunder gesehen – sie konnten problemlos die Sonne, die einer Silberscheibe ähnelte, anschauen, während sich diese wie ein Feuerrad drehte. Am 13. Mai 1930 wurden die Erscheinungen durch den Bischof von Leiria als „glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung unserer Lieben Frau von Fátima gestattet“.

Fátima wird jedes Jahr von fast 5 Millionen Pilgern besucht. Gegenüber der alten Kathedrale Basilica Antiga wurde 2007 die neue Kirche „Igreja da Santissima Trindade“ eingeweiht. Sie ist mit annähernd 9.000 Sitzplätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts. Zwischen den beiden Kirchen befindet sich der größte Kirchenvorplatz der Welt.

Foto: CC 3.0 Aracuano

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