Benidorm: Traum oder Albtraum?

Benidorm ist eine spanische Stadt an der Costa Blanca und liegt 45 Kilometer nordöstlich von Alicante in der gleichnamigen Provinz. Die Stadt hat rund 70.000 gemeldete Einwohner, die tatsächliche Einwohnerzahl ist jedoch weitaus höher. Schätzungen liegen bei mindestens 100.000, da die meisten ausländischen Dauerbewohner der Stadt nicht amtlich gemeldet sind. In der Urlaubszeit überschreitet die Zahl der Bewohner Benidorms die Grenze von sage und schreibe 1,5 Millionen.

Anfang der 1950er Jahre war Benidorm noch ein Fischerdorf. Der Bürgermeister Pedro Zaragoza ließ ab 1950 Straßen asphaltieren, stattete das Dorf mit einem Wasserversorgungssystem aus und stellte 1956 einen Bebauungsplan auf. Unzählige Hochhäuser mit Hotels und Ferienwohnungen wurden seitdem für den Massentourismus errichtet. Benidorm besitzt heute die größte Hochhausdichte (in Relation zur Einwohnerzahl) weltweit: 345 Gebäude mit mehr als zwölf Etagen. Seit Francisco Ronda 1893 eine erste Badeanstalt, die Casa de baños am Levantestrand eröffnete, haben mehr als 85 Millionen Touristen Benidorm besucht.

Nach einer relativen Stagnation des Tourismus ab Ende der 1980er Jahre wurde mehr Wert auf qualitative Angebote gelegt. Die Stadt hat sich durch eine noch andauernde Verjüngung und qualitative Ergänzung als Tourismusziel wieder konkurrenzfähig gemacht. Dennoch wird Benidorm für seinen Trubel und seine Architektur gehasst – oder geliebt.

Die Briten scheinen sie zu lieben, sie sind Basis des Tourismus in Benidorm und stellen hier, ähnlich den Deutschen auf Mallorca, die größte Gruppe.

Die Stadt besitzt zwei jeweils 2,5 Kilometer lange – und chronisch überfüllte – Strände. Als große Touristenattraktionen gelten die beiden großen Freizeitparks Terra Mítica und Mundomar.

Fotos: Alemanito, Siocaw

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