Ho-Chi-Minh-Stadt: etwas Frankreich in Vietnam

Thành phố Hồ Chí Minh, oder etwas einfacher Ho-Chi-Minh-Stadt, ist mit rund 7 Millionen Einwohnern die größte Stadt Vietnams und idealer Ausgangspunkt für Vietnam-Reisen. Unter dem alten Namen Sài Gòn (Saigon) war die Metropole bis 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Ho-Chi-Minh-Stadt liegt nördlich des Mekong-Deltas am Westufer des Saigon-Flusses.

Die heutige Ho-Chi-Minh-Stadt verdankt ihr Stadtbild vor allem den französischen Kolonisten. In der Kolonialzeit entstanden viele bemerkenswerte Werke europäischer Architektur. Der englische Schriftsteller Somerset Maugham verglich Saigon sogar mit einer Provinzstadt in Südfrankreich und beschrieb sie als „unbekümmerte und fröhliche Kleinstadt“. Erwähnen muss man allerdings, dass die Lebensbedingungen der Vietnamesen während der Kolonialherrschaft sehr schwer waren.

Sehens- und erlebenswert

„Dong Khoi“ war unter dem Namen Rue Catinat schon während der französischen Kolonialherrschaft die Flaniermeile Saigons. Man findet hier viele Bars, Restaurants und trendige Designerläden. Der Le-Duan-Boulevard, im französischem Stil errichtet, verbindet den Stadtkern mit dem Botanischen Garten. Der 1864 von Franzosen errichtete Garten beherbergt eine Sammlung tropischer Pflanzen. Im Inneren befindet sich der Zoo. Empfehlenswert sind auch das Aquarium und der Vergnügungspark.

Am nördlichen Ende von Nguyen Hue befindet sich das ehemalige Rathaus, ein Kolonialbau aus dem Jahre 1906. Die zwischen 1877 und 1883 errichtete neoromanische Kathedrale Notre-Dame ist eines der bedeutendsten Kolonialgebäude der Stadt – und das Zentrum der katholischen Kirche in Südvietnam. Jeden Sonntag werden hier Messen in englischer Sprache abgehalten.

Etwa 200 Meter südlich der Kathedrale befindet sich der Lam Son-Platz mit dem Hotel Continental. Das berühmte Bauwerk war einst eine Bastion der feinen französischen Gesellschaft und zählt auch heute noch zu den renommiertesten Adressen der Stadt.

Nicht vergessen sollte man die traditionelle Kultur – natürlich ist sie allgegenwärtig. Die Jade-Pagode ist mit Abstand die bunteste Pagode der Stadt. Sie wurde 1909 von der kantonesischen Gemeinde der Stadt errichtet und verehrt mehrere taoistische und buddhistische Gottheiten. Die Pagode ist voll von Statuen und Schnitzereien asiatischer Gottheiten und Heldenfiguren.

Ho-Chi-Minh-Stadt gilt als die kulinarische Metropole Vietnams. Die einfachen Speiselokale servieren Mahlzeiten wie „com“ und „pho“ in großen Portionen – und extrem günstig. Die Spezialitätenrestaurants sind dagegen für vietnamesische Verhältnisse sehr teuer. Neben zahlreichen vietnamesischen Restaurants gibt es auch viele Gaststätten mit internationaler Küche. Das französische Erbe zeigt sich in der außergewöhnlich großen Anzahl von Cafés.

Interessante Sehenswürdigkeiten verschiedener Kulturen, asiatische Geschäftigkeit und gutes Essen – was will man mehr?

Foto: Genghiskhanviet

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