Schweden: ein Mekka für Angler

Schweden

9.000 Küstenkilometer, über 95.000 Seen und Gewässer – Wasser ist Schwedens Lebensader. Kein Wunder also, dass hier mehr als 40 Fischarten zu Hause sind. Die Möglichkeiten für Angler sind aufgrund der geografischen Unterschiede und einer überwältigenden Masse an Fanggründen vielfältig. Egal ob Eisangeln im Winter auf zugefrorenen Seen, Gruppentouren mit anschließendem Grillen oder Fliegenfischen unter der Mitternachtssonne: Schweden ist das Land für Angler.

Anglerattraktion: Das Laichen des Lachses und das Trollingfischen

Die am häufigsten in schwedischen Gewässern gefangenen Fische sind Saibling, Hecht, Barsch, die Lachsforelle und der Lachs. Viele Angel-Begeisterte, die sich für ihren Urlaub Ferienhäuser in Schweden mieten, lassen sich das Schauspiel nicht entgehen, wenn die Lachse im Mai beginnen, den Fluss Mörrum (Südschweden) hoch zu wandern, um zu laichen. Zeitgleich beginnt weiter südlich das traditionelle Trollingfischen. Dabei ziehen Angler 6 bis 8 Köder hinter ihren Booten her, um große Fischbrocken von 20 Kilo oder mehr an Land zu ziehen.

Das etwas andere Erlebnis: Großstadt-Angeln

Unglaublich, aber wahr: In Schweden ist das Angeln in Großstädten erlaubt und auch erfolgreich. In Stockholm zum Beispiel kann man direkt am Regierungssitz Rosenbad zwischen den Brücken Riksbron und Vasabron fischen. Von den beiden Brücken aus, die das Stockholmer Zentrum mit der Altstadt Gamla Stan verbinden, können Lachse, Lachsforellen und andere Raubfische erbeutet werden. Auch Göteborg und Malmö bieten diesbezüglich einiges. Aktuelle Informationen bekommt man beim jeweiligen Touristenbüro.

Die Voraussetzungen für das Fischen in Schweden

Angeln im Inland: Um auf den meisten Binnengewässern Schwedens angeln zu dürfen, braucht man eine Fangerlaubnis in Form der Fiskekort. Sie ist vergleichbar mit einem deutschen Angelschein und wird als Tages-, Wochen-, Monats-, oder Jahreskarte angeboten. Eine solche Fangerlaubnis wird jeweils für einen See oder ein ganzes Angelgebiet ausgestellt. Die Fiskekort ist in Geschäften vor Ort wie Touristenbüros, Tankstellen, Angelgeschäften oder Postämtern zu erwerben. Der Preis dafür variiert je nach Dauer der Gültigkeit, Gebiet und Fischart, die geangelt werden soll. Beim Verkäufer sollte man sich informieren, welche Besonderheiten wie zum Beispiel Mindestgrößen oder Vogelbrutgebiete beim Fang in dem jeweiligen Gebiet zu beachten sind.

Angeln an der Küste: In Küstengewässern sowie den fünf größten Süßwasser-Seen Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren und Storsjön braucht man keine Anglererlaubnis. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man mit einem Handgerät angelt.

Foto: CC 3.0 Powerresethdd

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Ein Kommentar zu Schweden: ein Mekka für Angler

  1. Marcel 9. April 2014 um 10:24 #

    Dann weiß ich ja wohin es mich als nächstes verschlägt. Und gute Hinweise, vor allem wegen der “ Fangerlaubnis“ in Schweden. Hätte ich jetzt nicht gewusst.

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