Floridas Naturschönheiten

Der US-Bundesstaat Florida erstreckt sich mit einzigartigen Naturlandschaften auf 150.000 Quadratkilometern zwischen Atlantik und dem Golf von Mexiko und ragt als Halbinsel mehr als 700 Kilometer in das Meer hinaus. Tausende von Inseln sind der Küste des „Sunshine States“ vorgelagert.

Eine Erkundung Floridas sollte zweckmäßigerweise mit dem Auto erfolgen. Eine Autovermietung ist in allen Städten Floridas leicht zu finden. Vom nördlich angrenzenden Bundesstaat Georgia aus führen mehrere Routen sowohl an der West- als auch an der Ostküste Floridas in den Süden. Auf der Westroute bietet sich die bis Naples am Golf von Mexiko südlich und dann nach Fort Lauderdale an der Atlantikküste östlich verlaufende „Interstate 75“ als Erkundungsroute an, die insbesondere in ihrem Mittelteil zwischen Ocala und Tampa wunderschöne Naturlandschaften aufweist und zwischen Naples und Fort Lauderdale durch die Sümpfe der Everglades führt.
An der Ostküste können malerische Strände am besten über den dicht an der Küste verlaufenden Highway 1A1 (bei einer Maximalgeschwindigkeit von 30 mph) betrachtet werden. Wer es schneller mag (bis 55 mph), der wählt den zum 1A1 parallel verlaufenden Highway 1 und gelangt an der Südspitze Floridas schließlich zur Stadt Homestead, von der aus eine erste Brücke nach Key Largo, in den östlichen Teil der „Florida Keys“-Inseln führt, die untereinander bis nach Key West im äußersten Westen durch 42 Brückenbauwerke verbunden sind.

Die aus mehr als zweihundert Inseln bestehenden „Florida Keys“ besitzen mit ihren Sandstränden ein der Karibik ähnliches Flair. Die Inselgruppe, die sich über eine Länge von fast 300 Kilometern in den Golf erstreckt, entstand aus Korallenriffen und nachfolgenden Sandablagerungen. Neben Fächerkorallen, Muscheln und Seeschildkröten sind auch eine Vielzahl von farbenprächtigen Fischen in den Gewässern rund um die Florida Keys beheimatet. Allein die östlichste Insel Key Largo verfügt über sechs unter Naturschutz stehende Unterwasserparks, die ihre Artenvielfalt beim Tauchen und Schnorcheln enthüllen. Das beliebteste Tauchrevier der Keys ist jedoch das Looe Key National Marine Sanctuary, das sich im westlichen Teil der Inselgruppe etwa 10 Kilometer entfernt von der größeren Insel Big Pine Key befindet. Die nordwestlichsten Inseln der Florida Keys gehören zum Biscayne-Nationalpark, der dem Schutz der Florida vorgelagerten Korallenriffe dient und zu 95 Prozent von Wasser bedeckt ist. Ausgedehnte Mangrovenwälder besiedeln die Küstengewässer und Inseln dieses Nationalparks.

Zumeist wird der Everglades National Park, der die größte subtropische Naturlandschaft der USA schützt und sich durch eine einmalige Fauna auszeichnet, mit dem Mietwagen vom fünfzig Kilometer entfernten Homestead angefahren – vorbei an wundervollen Seen- und Flusslandschaften. Zur Tierwelt der große Teile des südlichen Florida einnehmenden Everglades gehören neben Alligatoren vor allem zahlreiche Großvogelarten. Besonders das im Norden der Everglades gelegene Shark Valley ist für seinen außerordentlichen Tierreichtum bekannt. Eine Fahrt in einem Luftkissenboot stellt bei der Erkundung der Sumpflandschaft eine unverzichtbare Attraktion dar, die über Grasflächen ebenso wie durch schmale Wasserkanäle und Mangrovenwälder hindurch führt. Durch eine zuweilen unwirklich anmutende Sumpflandschaft führen Holzstege bis zu Aussichtspunkten wie dem Pa-hey-okee Overlook. Mit dem Kraftfahrzeug können von Sümpfen umgebene Inseln wie Mahogany Hammock angefahren werden.

Eine der malerischsten Strandlandschaften Floridas liegt an der Golfküste nahe der Grenze zum Bundesstaat Alabama: Die 50 Kilometer lange Pensacola Beach, die über einen feinen, an Pulverzucker erinnernden Sand verfügt, gehört etwa hälftig zu Naturparks. Casino Beach, der mittlere Strandabschnitt ist bei Angelsportlern sehr beliebt. Die Meeresgebiete rund um die dem Festland vorgelagerten Inseln Rosa Island und Perdido Key bilden ein Mekka für Wassersportler aller Art und werden auch von Jet-Ski- und Segelboot-Liebhabern genutzt. Parasailing mit dem Fallschirm ermöglicht einen beeindruckenden Blick über die Pensacola-Bucht und den Golf von Mexiko. Ebenfalls im Nordwesten Floridas liegt der im Jahr 1936 gegründete Apalachicola National Forest, der eine Fläche von mehr als 2.300 Quadratkilometern bedeckt.

Foto: CC 3.0 The222

2 Kommentare
  1. Anita
    Anita says:

    Sehr schöner Artikel über Florida, kann diese Tipps nur bestätigen. Ich war in den letzten zwei Jahren gesamthaft über 2 Wochen in Florida und es war Spitze.
    Ein paar Bilder mehr wären aber nicht schlecht ;-).

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