Naturerlebnis USA: die Nationalparks

Grand Canyon

Die Nationalparks der USA genießen Weltruf. Sie beherbergen atemberaubende Landschaften, einmalige Felsformationen sowie seltene Tier- und Pflanzenarten. Die USA verfügen über rund 60 solcher Nationalparks – da fällt die Auswahl schwer. Am besten pickt man sich einige besonders interessante Parks heraus und besichtigt sie im Rahmen einer Rundreise. Mit einem Mietwagen in den USA ist es kein Problem, einen großen Teil der sehenswertesten Nationalparks bequem zu erkunden. Zeit sollte immer reichlich eingeplant werden: Die Entfernungen sind groß.

Besonders beliebt für solche Rundreisen: der Westen der USA mit Start- und Zielpunkt in Kalifornien. Der Besuch einiger der berühmtesten Naturparks lässt sich mit interessanten Stadtbesichtigungen verbinden, zum Beispiel San Francisco, Los Angeles und Las Vegas. Die beste Reisezeit ist April bis Juni und September bis Oktober. Dann entgeht man den teilweise sehr hohen Temperaturen in den Sommermonaten, insbesondere im Landesinneren. Im Winter muss man beispielsweise im Yosemite-Park bis in den März hinein mit Schneefällen rechnen.

Die schönsten Nationalparks im Westen der USA

Als Ausgangsort empfiehlt sich Los Angeles. Von dieser interessanten Metropole ist der berühmteste Nationalpark Amerikas, der Grand Canyon, per Auto in etwa zwei Tagen erreichbar. Auf dem Weg nach Osten durchquert man die Mojave-Wüste.

Der Grand Canyon liegt im Norden Arizonas. Er ist rund 460 Kilometer lang und 6 bis 30 Kilometer breit. Die „Tiefe“ beträgt bis zu 1.800 Meter. Der Colorado River hat sich hier in Millionen von Jahren in ein Plateau eingeschnitten und eine atemberaubende Landschaft geschaffen. Vom Visitor Center im Westen des Parks führt eine lange Straße zum Ostausgang mit vielen Gelegenheiten zu spektakulären Foto-Stopps.

Nicht weit entfernt liegt der Zion National Park, der außer riesigen Felsformationen auch eine Canyon-Landschaft aufweist.

In nordöstlicher Richtung befindet sich der Arches-Nationalpark. Hunderte von natürlich entstandenen Steinbögen (Arches) machen ihn zum Besuchermagnet – vor allem dank der intensiven roten Färbung.

In einem großen Sprung Richtung Norden gelangt man über Rock Springs zum Grand Teton Nationalpark. Er erinnert mit seinem zerklüfteten Profil an die Alpenkette. Der Grand Teton – der höchste Gipfel – ist stolze 4.200 Meter hoch.

Von hier ist es nicht weit zum Yellowstone Nationalpark, einem der meistbesuchten Parks weltweit. Er bietet Natur pur: heiße Quellen, Geysire, Wasserfälle, einen tief eingeschnittenen Canyon – und nicht zuletzt wilde Tiere wie Schwarzbären, Bisons, Bären und Wölfe. Auch majestätische Mammutbäume ragen hier und da in den Himmel.

Wer von hier wieder nach Los Angeles zurückfährt, kann noch einige weitere attraktive Nationalparks besichtigen. Über Salt Lake City führt die Route südwärts zum Bryce Canyon. Er überrascht den Besucher mit unglaublich bizarren Felspyramiden, die sich in leuchtend roter Farbe emporstrecken. Vor allem in der Morgen- oder Abendsonne ist das ein einmaliger Anblick.

Über den besonders schluchtenreichen Zion Nationalpark führt die Route zur Glücksspielstadt Las Vegas mit dem nahegelegenen „Tal des Todes“. Der tiefste Punkt des Death-Valley-Nationalparks liegt 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Temperaturen können im Sommer 50 Grad erreichen.

Nicht weit entfernt ist der Yosemite Nationalpark. Granitfelsen, Wasserfälle und riesige Mammutbäume machen den Reiz dieses besonders schönen Parks aus.

Über San Francisco erreicht man in ein bis zwei Tagen wieder Los Angeles, den Ausgangsort.

Eine Extra-Reise wert: Everglades-Nationalpark

Die Everglades-Sümpfe liegen ganz im Südosten der USA, in Florida. Bei Amerika-Besuchern ist der Everglades-Nationalpark im südlichen Bereich besonders beliebt. Die sumpfige Flusslandschaft beherbergt Unmengen an Alligatoren, Kormoranen, Schildkröten, Reihern und anderen Tieren. Im Vormarsch befindet sich der aus Asien eingeschleppte Tigerpython, übrigens eine Schlangenart, die es locker mit einem Alligator aufnimmt. Seltene Tierarten wie Pumas und Seekühe tummeln sich hier ebenfalls. Eine Besonderheit sind die einzigen wildlebenden Flamingos in den USA. Vor allem das Shark Valley ist berühmt für seinen Tierreichtum.

Ein Besuch empfiehlt sich außerhalb der Hurrikan-Saison. Am besten eignen sich deshalb die Monate November bis April.

Foto: CC 3.0 Caaz

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