Rundreise durch Nordost-Amerika: auf den Spuren der ersten Siedler

Historische Stätten, große Metropolen und eine beeindruckende Landschaft – der Nordosten Amerikas hat einiges zu bieten. An dieser Küste landeten die ersten Siedler und eroberten von dort aus das restliche Land. Wer auf den Spuren der Pilgerväter wandeln möchte, tut das idealerweise auf einer Rundreise. Diese führt in die ersten Siedlungen an der Nordost-Küste der USA über Neuengland und die imposanten Niagara Fälle bis nach Kanada.

Die beste Reisezeit für eine Nordost-Amerika Rundreise sind Spätsommer und Herbst. Dann sind die Temperaturen wesentlich angenehmer als im Hochsommer. Im Oktober erwartet den Besucher außerdem der atemberaubende Indian Summer in Neuengland. Zu dieser Zeit kann es jedoch bereits schon recht kalt werden, denn das Naturschauspiel tritt nach dem ersten starken Frost auf. Ende November wird auch Thanksgiving, das auf ein gemeinsames Fest von Pilgern und Indianer bei Plymouth Rock in Massachusetts zurückgeht, an der Nordost-Küste sehr groß gefeiert. Rundreisen durch den Nordosten Amerikas sind zum Beispiel hier online buchbar.

Die ersten Siedlungen: Von New York über Boston bis nach Quebec

Idealer Ausgangspunkt einer Nordost-Amerika Rundreise ist New York. Mehrmals täglich wird die Großstadt von unterschiedlichen deutschen Flughäfen direkt angeflogen. Trotz seiner historisch bedeutsamen Stätte wie der Freiheitsstatue oder Staten Island dominiert heute in New York das moderne und teilweise sehr hektische Großstadtleben. Da man während einer Rundreise in New York meist wenig Zeit hat, sollte man sich bei der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten vorher überlegen, was einem besonders wichtig ist. Eine Stadtrundfahrt ist sehr empfehlenswert, da diese an den wichtigsten Plätzen und Gebäuden vorbeiführt.

Keine Reise auf den Spuren der ersten Siedler ist perfekt ohne das geschichtsträchtige Boston. Die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts ist eine der ältesten Städte an der Nordost-Küste und Ort der Boston Tea Party, dem Anfangspunkt des Unabhängigkeitskrieges. Zu den ersten Pilgern, die sich hier ansiedelten, gehörten insbesondere Puritaner, deren Werte bis heute das gesellschaftliche Leitbild in und um Boston prägen. Arbeit, Bildung und Gottesfürchtigkeit sind daher zentrale Bestandteile des Gesellschaftsbildes in Neuengland. Besonders sehenswert sind das Old State House, in dem sich Relikte und Bilder aus der Kolonial- und Revolutionszeit befinden, sowie der 4 Kilometer lange Freedom Trail, der an einem roter Streifen auf dem Pflaster erkennbar ist und an den historisch wichtigsten Stätten Bostons vorbeiführt.

Auch das frankophone Quebec City gehört zu den ältesten europäischen Kolonien in Nordost-Amerika. Die Siedler erbauten um das Dorf eines irokesischen Volksstammes herum eine Festung – der Ursprung der heutigen Stadt. Die Festungsanlage ist heute nach erhalten und umschließt den einzigen Altstadtkern Nordamerikas, weshalb Quebec City von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Quebec unterscheidet sich deutlich von den anderen nordamerikanischen Städten, und das nicht nur wegen der Sprache. Der europäische Einfluss, den die Siedler in die „Neue Welt“ herüber brachten, ist hier noch immer deutlich zu sehen und zu spüren. Die typischen Einwohner verhalten sich wie Franzosen: Sie sind sehr intellektuell und besitzen ein starkes Interesse an Kultur.

Beeindruckendes Naturschauspiel

Die Niagarafälle bilden einen Teil der Grenze zwischen dem US-Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario. Entsprechend gehört der eine Teil der Fälle zu Kanada, der andere zu den USA. Mit Ausflugsschiffen kann man direkt an den Fällen entlang fahren und das donnernde Naturschauspiel hautnah erleben. Fast ebenso beeindruckend ist aber auch der Blick auf die Niagarafälle vom Skylon Tower aus. Von dort aus hat man einen freien Blick auf das gesamte Naturschauspiel von seinem Ursprung, dem Eriesee, bis hin zum Ontariosee, in den der Erie-Fluss mündet und der weit in der Ferne noch erkennbar ist.

Auch die wunderschöne Thousand Island genannte Landschaft rund um den Ontariosee ist einen Abstecher während der Rundreise in jedem Fall wert. Ein Teil der 1864 Inseln bildet den kleinsten kanadischen Nationalpark. Zahlreiche Forts zeugen von der Geschichtsträchtigkeit dieser Region, die von Auseinandersetzungen bei der europäischen Besiedlung des Landes geprägt wurde.

Foto: CC 3.0 Grossbildjaeger

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