Brasilien 2014 – eine Reise durch die WM-Stadien

In zwölf Stadien rollt gerade der Ball, dem 22 Spieler plus ein Unparteiischer hinterherlaufen. Wir stellen fünf Städte vor, in denen die Jungs alles geben. Must-Sees, Souvenir-Tipps und kulinarische Highlights von Nord- bis Süd-Brasilien finden Sie hier.

Norden – Arena Amazônia, Manaus

Hier sind die Bedingungen wohl am härtesten. Manaus liegt mitten im Amazonas und ist an Luftfeuchtigkeit nicht zu überbieten. Dazu machen die Wechsel von Affenhitze und sinnflutartigen Regengüssen Ronaldo bei so manchem Hackentrick einen Strich durch die Rechnung. In Manaus selbst gibt es nicht allzu viel zu sehen, ein Highlight der Hafenstadt ist allerdings das Teatro Amazonas, ein Opernhaus mitten im Dschungel sozusagen, und Überbleibsel des Kautschukbooms, als Geld damals keine Rolle spielte. Manaus eignet sich hervorragend um eine Tour in den Regenwald zu machen. Das Amazonas-Becken bedeckt mit seinem Regenwald eine Entfernung so weit wie von Berlin bis Bagdad. Er ist der größte verbliebene Regenwald der Welt, wovon den größten Anteil Brasilien besitzt. 40.000 Pflanzenarten, 427 Säugetierarten, 1.294 Vogelarten und über 3.000 verschiedene Fischarten wurden hier schon erforscht, was einen Ausflug nach Amazonien zu einem unvergesslichen, abenteuerlichen Erlebnis macht.

Kulinarische Highlights:
Carurù (Gericht mit Okraschoten, getrockneten Krabben und Cashewnüssen, dazu Reis), Tacacá (Fischeintopf)

Nordosten – Arena Fonte Nova, Salvador da Bahia

Der Bundesstaat Bahía ist stark von afrikanischen und kreolischen Einflüssen geprägt. Seine Hauptstadt Salvador da Bahia (oft auch nur Salvador oder Bahia genannt) besticht durch bezaubernde Strände und faszinierende, alte Gebäude. Die Stadt ist berühmt für seine vielen Kirchen voller Gold, wo man immer noch sehen kann, dass Bahia früher mal Zentrum des Zuckerhandels war. Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist der „Elevador Lacerda“, ein Art-Deco-Bauwerk mit elektrischen Aufzügen, die in 15 Sekunden hinauf- oder hinunterfahren, mit dem man sich zwischen dem Hafen und der historischen Altstadt hin und her fahren lassen kann. Und nachdem Deutschland hier sein grandioses Spiel gegen Portugal gezeigt hat, lässt sich die Sightseeing-Tour bei der Hitze gleich noch besser aushalten.

Kulinarische Highlights:
Käse, wie den paçoca de pilão, getrocknetes Fleisch, Bolo de rolo (Biskuitkuchen mit Marmelade), Vatapa (Püree aus Fisch, Nusskernen, getrockneten Krabben, eingeweichtem Brot, Kokosmilch und Gewürzen), Acarajé (Straßenimbiss: mit Shrimps vermischte Bohnen, in Palmöl frittiert), Moqueca (Meeresfrüchte in Kokosmilch)

Südosten – Arena São Paulo, São Paulo und Estádio do Maracanã, Rio de Janeiro

Über die beiden Metropolen Brasiliens São Paulo und Rio de Janiero wurde bereits geschrieben. Aber was muss man dort unbedingt probieren?

Kulinarische Highlights:
Feijoada (Eintopf aus schwarzen Bohnen), Cuzcuz (aus Mais- oder Maniokmehl gebackener Kuchen), Pao de queijo (Käsebällchen)

Süden – Estádio Beira-Rio, Porto Allegre

Brasiliens „lustiger Hafen“ hat einiges zu bieten. Im Zentrum befinden sich alte Hotels und interessante, historische Gebäude. Im Süden kann man in einer der vielen Bars eine kleine Verschnaufpause einlegen und im Viertel „Cidade Baixa“ liegt der Yachthafen, der der Stadt seinen Namen verleiht. Im Nobelstadtteil Moinhos de Vento kann man am besten essen gehen. Dort findet man die besten „Churrascarias“ des Landes. Diese sind Restaurants in denen Churrasco-Fleisch angeboten wird, das heißt über Feuer gebratenes (Rind)Fleisch.

Im Süden Brasiliens befinden sich außerdem die imposanten Iguazu-Wasserfälle, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Beliebte brasilianische Souvenirs:
handgeknüpfte Hängematte, Zuckerrohrschnaps (Cachaça), Pandeiros (Tamburine)

Weitere Brasilien-Tipps finden Sie unter lonelyplanet.de. Wer eine Rundreise in Brasilien machen will, kann diese z.B. hier buchen.

Foto: © Comstock Images/Stockbyte/Thinkstock

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