Ein Ferienhaus in Sizilien

Siziliens Landschaft ist so vielfältig, dass die italienische Insel ein kleiner Kontinent sein könnte. Da wäre das Meer, ein aktiver Vulkan, 1.200 km Küste und Berge, soweit das Auge reicht. Hier trafen vor Jahrtausenden von Jahren Griechen, Römer, Araber, Maghrebiner und Spanier aufeinander, deren verschiedene Kulturen und Geschichten noch heute in den Städten stecken. Von einem Ferienhaus im paradiesischen Süden Italiens träumen viele, aber nicht jeder sizilianische Ort ist für ein zweites Domizil empfehlenswert.

Wo unbedingt hin und wohin besser nicht?

Sizilien hat neben seinen schönen Seiten auch ein paar Fleckchen, die Touristen besser meiden sollten und die auch nicht unbedingt für ein Ferienhaus sprechen. Man sollte sich daher unbedingt im Web schlau machen.

Palermo

Es könnte so schön sein, in Palermo! Normannische, barocke und byzantische Architektur mit arabischen Einflüssen, gemischt mit orientalischen Charakterzügen. Zahlreiche Völker haben hier ihre Spuren hinterlassen und die Stadt geformt. Leider ist von dieser faszinierenden Mischung kaum noch etwas übrig. Palermo wird von dem permanenten Verkehrschaos erdrückt, die Abfälle an den Straßenrändern verbreiten einen üblen Geruch und die ungeregelte Betonwüste verschandelt das eigentlich schöne Stadtbild.

Catania

Die zweitgrößte Stadt Siziliens galt einst als Mafia-Hochburg. Zwar herrscht heute nicht mehr so viel Kriminalität und Korruption wie vor 1990, trotzdem ist es sehr wahrscheinlich, dass man hier die Cosa Nostra finanziert, wenn man ein Glas Wein bestellt. Ladeninhaber zahlen immer noch 80 Prozent Pizzo (Schutzgeld) an die Mafia. Touristen berichten leider auch oft von Überfällen oder Autodiebstählen, weshalb Catania nicht unbedingt als Urlaubsort zu empfehlen ist.

Trapani

Neben den dunklen Ecken Siziliens gibt es aber natürlich auch sehr schöne Orte. Dazu gehört Trapani, das durch Berge in Pyramidenform, einen Naturschutzpark mit wunderschönen Stränden und atemberaubende Salz-Salinen bezaubert. Die Stadt liegt inmitten von Meer und Bergen und birgt eine fruchtbare Hügellandschaft im Landesinneren.

Syrakus

Ein Spaziergang durch Syrakus ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Man spürt immer noch die Einflüsse der Römer, Byzantiner, Araber und Normannen und kann hier außerdem die faszinierende Flora und Fauna bewundern. Mit seinen Buchten, Sandstränden und Parks gilt Syrakus als DAS Urlaubsparadies schlechthin.

Cefalù

Strandliebhaber sollten ihr Lager in Cefalù aufschlagen, da es hier einen der schönsten Sandstrände Siziliens gibt. Die Altstadt mit dem bekannten Dom ist immer für einen gemütlichen Spaziergang gut. In den zahlreichen Cafés bekommt man Gelati, Espresso oder einen hervorragenden Kuchen, der in der traumhaften Kulisse zwischen Meer und Bergen besonders gut schmeckt.

Foto: © istock.com/rococofoto

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