Portugal: von A wie Azulejos bis W wie Wein

Azulejos

Azulejos sind die weltberühmten handbemalten Kacheln aus Portugal. Vor allem in Lissabon sind sie allgegenwärtig: auf Fassaden, Wänden, Bänken, Treppen… Die Kacheln sind schön anzusehen, einige sehr alte Exemplare haben einen enorm hohen Wert – und sie werden immer häufiger gestohlen, von Kleinkriminellen, schlimmstenfalls von professionellen Kunstdieben. Die Lücken an Kachelwänden sind manchmal traurig anzusehen… wer als Tourist auf Märkten echte Azulejos vorfindet, sollte sich davon fernhalten. Ein neues Projekt mit dem Namen „SOS Azulejo“ will nun Käufer und Besitzer historischer Azulejos sensibilisieren.

Bacalhau

Bacalhau ist durch Trocknung haltbar gemachter Fisch – vor allem Kabeljau (Dorsch), auch Seelachs, Schellfisch und Leng. Die Portugiesen sind nicht nur der weltgrößte Konsument (pro Jahr und Person werden durchschnittlich 7 Kilo ungewässerter und 15 Kilo gewässerter Bacalhau verzehrt), sie kennen auch die originellsten Zubereitungsarten. Er wird roh gegessen, mariniert, gegrillt, gekocht, man verarbeitet ihn in Suppen, Salaten, Vorspeisen (Pastel de Bacalhau), Hauptgerichten und sogar Desserts. Bacalhau kann man nur lieben oder hassen – die Portugiesen lieben ihn.

Espresso

Portugiesischer Espresso ist sehr gut, und auch bei Kennern hoch angesehen. Pastéis de Nata sind die beste Beilage (siehe Pastéis de Nata).

Bier

Auch wenn Portugal besonders für Wein (siehe Wein), vor allem für Portwein bekannt ist (siehe Port), wird in Portugal auch Bier gebraut, welches absolut genießbar ist – und gerne getrunken wird. Die bekanntesten Marken sind Sagres, Super Bock und Coral.

Brasilianer

Brasilien war in Teilen eine portugiesische Kolonie, und ist noch heute eng mit Portugal verbunden – nicht nur aufgrund der Tatsache, dass in ganz Brasilien Portugiesisch gesprochen wird. Portugal ist ein beliebtes Auswanderungsland für Brasilianer; an die 200.000 leben in Portugal, ein großer Teil in Lissabon. Für brasilianische Touristen ist Portugal das beliebteste Reiseziel in Europa. Die Brasilianer haben nicht nur Caipirinha, sondern auch Capoeira, Choro, Samba, Bossa Nova und Funk mitgebracht.

Churrascaria / Rodizio

Eine spezielle Art von Restaurant, besonders in Brasilien, und auch in Portugal weit verbreitet: Durch die Restaurants laufen ununterbrochen Angestellte mit zahlreichen unterschiedlichen Fleischspießen, von denen Scheiben direkt auf den Teller geschnitten werden, häufig werden auch Beilagen an den Tisch gebracht. Zudem gibt es noch ein Buffet mit Salaten, Tapas, Beilagen und Nachspeisen. Da quasi im Minutentakt Personal an den Tisch kommt, wird der Teller nie leer, bis man förmlich platzt und abwinkt (häufig ist ein rotes Kärtchen vorhanden, welches man an den Teller legen kann). Gezahlt wird ein Festpreis.

Eisenbahn

Das Eisenbahn-Infrastruktur in Portugal ist nicht so schlecht, wie oft gesagt wird. Natürlich ist sie nicht mit Deutschland zu vergleichen – Portugal ist ein recht dünn besiedeltes Land im äußersten Südwesten Europas. Die größeren Städte sind jedoch gut angebunden, die meisten Züge und Bahnhöfe sind recht modern, und die Preise sind sehr moderat. Eisenbahnfans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten: Es gibt überaus schöne Strecken, und sehr sehenswerte Bahnhöfe.

Électricos

Électricos, die Elektrischen, werden die Straßenbahnen genannt.

Elevadores

Elevador klingt nach Aufzug, ist es auch, aber die Portugiesen nennen auch ihre Standseilbahnen so.

Entdecker

Vasco da Gama und Ferdinand Magellan sind die beiden großen Entdecker, die zu großen Teilen zum Weltruhm Portugals als Seefahrernation beigetragen haben. Da Gama war der Entdecker des Seewegs nach Indien, und Magellan begann die erste Weltumsegelung, die er aber persönlich nicht beenden konnte, da er während der Reise verstarb.

Erdbeben

Ein Begriff, der immer wieder fällt, ist das Erdbeben. Das Erdbeben von Lissabon, gefolgt von einer Feuersbrunst und einer gewaltigen Flutwelle, zerstörte am 1. November 1755 die portugiesische Hauptstadt zu zwei Dritteln. Nach heutigen Schätzungen hatte das Erdbeben auf der Richterskala eine Stärke von etwa 8,5 bis 9. Mit 30.000-100.000 Todesopfern gehört es zu den zerstörerischsten Naturkatastrophen der europäischen Geschichte. Am wahrscheinlichsten für das Epizentrum des Erdbebens ist der Punkt, an dem die Gloria-Blattverschiebung und der Gibraltar-Sedimentkeil zusammenstoßen (etwa 160 Kilometer südwestlich von Lissabon). Dort entdeckten im Frühjahr 2005 französische Forscher Anzeichen auf eine nicht mehr aktive Subduktionszone, die Strukturen einer vergangenen Verschiebung aufweist. Heute gilt Lissabon als wenig erdbebengefährdet, die Metropole liegt im Gegensatz zur Partnerstadt San Francisco nicht in einer seismisch besonders aktiven Region. Im Atlantik vor der Iberischen Halbinsel stoßen keine Kontinentalplatten zusammen, wie es in ausgezeichneten Erdbebenregionen der Fall ist. Die portugiesische Inselgruppe der Azoren, 1.500 Kilometer westlich des Festlandes gelegen, hat dagegen immer wieder mit Erdbeben zu kämpfen.

Essen

Was bekommt man in Portugal auf den Teller? In der Regel: fangfrischen Fisch (vom Bacalhau abgesehen) oder Meeresfrüchte, dazu Kartoffeln und Reis, oder riesige, gut durchgebratene Stücke Fleisch, dazu Fritten, die auch scheibenförmig sein können. Manchmal ist die Küche bodenständig einfach (gutes Fleisch und guter Fisch schmeckt einfach), manchmal auch sehr raffiniert. Gekochtes Gemüse kommt nicht oft auf den Teller, aber zum Essen gibt es fast immer Salat. Als Nachtisch gibt es verschiedene, herrliche portugiesische Süßspeisen.

Estado Novo

Der Estado Novo (portugiesisch: „Neuer Staat“) bezeichnet den von António de Oliveira Salazar gegründeten autoritären und klerikal-faschistischen Ständestaat in Portugal, zwischen Anfang der 1930er Jahre und 1974 (siehe Nelkenrevolution).

Fado

Fado ist die leidenschaftliche Herzschmerz-Musik der Portugiesen. Die Fadothemen kreisen um Liebe, Hoffnung, Lissabon – und die Saudade (siehe Saudade). Entstanden ist der Fado in den armen Vierteln Lissabons in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Noch immer gibt es viele Fado-Lokale, hauptsächlich aber für Touristen. Unter den Einheimischen erlebt der Fado derzeit jedoch eine wahre Renaissance, auch junge Künstler haben ihn für sich entdeckt.

Fußball

Fußball ist der beliebteste Sport in Portugal. Der portugiesische Fußball hat Weltklassespieler wie Cristiano Ronaldo, Eusébio, Manuel Rui Costa oder Luís Figo hervorgebracht. 2004 wurde die Fußball-Europameisterschaft in Portugal ausgetragen, die sehr sehenswerte Stadien hinterlassen hat.

Galo de Barcelos

Der bunte Hahn ist in Portugal allgegenwärtig, und ein beliebtes Mitbringsel – der Galo de Barceols ist Portugals Nationalsymbol. Barcelos ist ein Städtchen nördlich von Porto, in dem eine kuriose Legende erzählt wird: Der Legende nach wurde dort ein Verbrechen verübt, ohne dass ein Schuldiger gefunden werden konnte. Ein Galicier, ein Fremder, wurde zum Verdächtigen. Die Ortsverantwortlichen beschlossen, ihn einzusperren und obwohl er schwor, dass er es nicht gewesen sei, glaubte man ihm nicht. So wurde er dazu verdammt, am Galgen zu sterben. Vor der Exekution verlangte der Galicier aber noch einmal den Richter zu sehen, der ihn schuldig gesprochen hatte. Als sie am Haus des Richters ankamen, veranstaltete dieser gerade ein Bankett mit seinen Freunden. Der Galicier beteuerte, dass er unschuldig sei und deutete vor allen Anwesenden auf den gebratenen Hahn auf dem Tisch und sagte: „Der Beweis für meine Unschuld wird sein, dass dieser Hahn kräht, wenn ich gehängt werde.“ Als der Mann gehängt werden sollte, erhob sich der Hahn vom Tisch und begann tatsächlich zu krähen. Man ließ den Mann friedlich ziehen. Von nun an wurde der Galo von Barcelos zum Symbol des Glaubens, der Gerechtigkeit und des Glücks.

Heilige

Portugiesen sind offiziell sehr gläubig – 95% der Bevölkerung sind römisch-katholisch getauft. Ein Papst bescheinigte den Portugiesen, das religiöseste Volk der Welt zu sein. So ernst nehmen die offenen und modernen Portugiesen die Kirche im Alltag nicht mehr, aber neben regelmäßigen Kirchenbesuchen hat sich etwas gehalten: Mit Hingabe verehrt man seinen Hausheiligen, und für jedes Problem gibt es einen passenden Schutzpatron. Der offizielle Schutzheilige Lissabons ist São Vicente, aber die Lissabonner verehren viel mehr ihren Schutzpatron Santo António. Geboren wurde er 1195 in Lissabon, gestorben ist er in einem Kloster in der Nähe des italienischen Padua – daher ist er in der katholischen Welt als heiliger Antonius von Padua bekannt.

Kolonien

Das Portugiesische Kolonialreich war das erste globale Weltreich und das am längsten bestehende Kolonialreich Europas. Seine Geschichte begann 1415 mit der Eroberung von Ceuta und dem Zeitalter der Entdeckungen mit den Expeditionen. Als Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckte, stieg Portugal zur führenden Handels- und Seemacht des 15. und 16. Jahrhunderts auf. Die Könige aus dem Hause Avis, besonders Manuel I. (1495–1521), führten das Land zu höchster Blüte. Bis in das 17. Jahrhundert erwarb Portugal Kolonien in Amerika, Afrika, Arabien, Indien, Südostasien und China. Im Gegensatz zu den anderen Kolonialmächten konnte Portugal einige seiner Kolonien bis in die 1970er Jahren halten, was auf die Kolonialpolitik des autoritären Salazar-Regimes zurückzuführen ist. Die Kolonialgeschichte endete mit der Rückgabe der letzten portugiesischen Überseeprovinz Macao an die Volksrepublik China 1999.

Lissabon

Lissabon ist Portugals Hauptstadt, und mit knapp drei Millionen Einwohnern größter Ballungsraum. Der Name Lissabon stammt von Alis Ubbo, was auf Deutsch „fröhliche“ bzw. „lustige Meeresbucht“ heißt.

Mauren

Im 8. Jahrhundert eroberten die Mauren, ein Invasionsheer aus Arabern und nordafrikanischen Berbern, die Iberische Halbinsel. Christen und Juden wurden als Dhimmis (oder gar als Sklaven) nicht nur massiv diskriminiert – Raub, Zerstörung, Gewalt und Mord waren an der Tagesordnung. Die Mauren wurden bis in das 15. Jahrhundert im Rahmen der Reconquista sukzessive zurückgedrängt und schließlich völlig vertrieben. Der Anteil an Moslems in der portugiesischen Bevölkerung beträgt heute knapp 0,6%. Diese stammen überwiegend aus den ehemaligen portugiesischen Kolonien Guinea-Bissau und Mosambik, und aus Asien.

Manuelinik

Manuelinik ist ein dekorativ-verspielter portugiesischer Baustil, den man eine portugiesische Variante der Spätgotik nennen kann. Inspiriert ist die Manuelinik von den exotischen Abenteuern der Seefahrer und Entdecker.

Metro

Die Metropolitano de Lisboa ist eine vollwertige Untergrundbahn und besteht aus vier Linien. Aufgrund der künstlerischen Gestaltung der Stationen zählt sie zu den größten unterirdischen Kunstgalerien der Welt. Die Metro do Porto ist ein modernes Stadtbahnsystem mit fünf Linien.

Miradouros

Miradouros sind Aussichtspunkte bzw. parkähnliche Aussichtsplätze vor Hängen, von denen es besonders im hügeligen Lissabon sehr viele gibt.

Nelkenrevolution

Die Nelkenrevolution (portugiesisch: „Revolução dos Cravos“ oder einfach „25 de Abril“) bezeichnet den Aufstand der Armee in Portugal am 25. April 1974 gegen die herrschende Diktatur des Estado Novo (siehe Estado Novo). Sie verdankt ihren Namen den Nelken, die den aufständischen Soldaten – im Rahmen des allgemeinen Volksfestes, und der Freude, angesichts der Ereignisse – in die Gewehrläufe gesteckt wurden. Sie verlief beinahe unblutig – es gab vier Tote, als verbleibende regimetreue Truppen vor dem Sitz der Geheimpolizei auf unbewaffnete Demonstranten feuerten – und eröffnete den Weg zur demokratischen dritten Republik.

Pastéis de Nata

Pastéis de Nata sind warme Blätterteig-Puddingtörtchen mit Zimt oder Puderzucker.

Pflaster

Beim Spazierengehen sollte man vor allem in Lissabon nicht nur auf großen Plätzen zu Boden schauen: Häufig läuft man über herrlichste Mosaike aus schwarzen und weißen Steinen. Angeblich kamen die Lissabonner nach dem Erdbeben 1755 auf die Idee, aus Trümmern kleine Pflastersteine herzustellen, und Plätze und Fußwege kunstvoll zu gestalten. Von den berühmten Calceteiros, den Pflastermachern, gibt es heute nur noch knapp dreißig – mehr als zehnmal weniger als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu aufwändig und teuer ist das Anlegen von Mosaiken – die Calceteiros werden heute fast nur noch für Ausbesserungsarbeiten eingesetzt.

Port

Port – wenn man an Portugal denkt, denkt man an Portwein. Portwein, kurz Port genannt, ist ein schwerer, „aufgespriteter“ (alkoholverstärkter) Südwein. Wie der Name schon anzeigt, stammt ein echter Portwein gemäß Portweininstitut immer aus Portugal, und zwar aus einem genau umgrenzten Gebiet im nordportugiesischen Douro-Tal. Es gibt über 300 Sorten, von sehr süß bis sehr trocken, und von weiß bis rubinrot – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Natürlich gibt es auch klassische Weine aus Portugal (siehe Wein).

Porto

Porto ist Portugals zweitgrößte Stadt, und hat über eine Million Einwohner im Ballungsraum. Porto, so sagt man, hat dem Land seinen Namen gegeben: Aus den lateinischen Wörtern „portus“ (Hafen) und „cale“ (gegenüberliegende Siedlung) wurde „Portucale“ – heute Portugal. Die Stadt wird häufig auch „O Porto“ (der Hafen) genannt – im Portugiesischen wird der Name mit dem Artikel „o“ verwendet. Im Englischen, früher auch im Deutschen, heißt die Stadt daher Oporto.

Portugal

Portugal liegt in Südwesteuropa, im Westen der Iberischen Halbinsel, und hat ausschließlich Spanien als Nachbarland. Portugal ist etwa 550 Kilometer lang, und zwischen 150 und 200 Kilometern breit. Das Land verfügt über knapp 750 Kilometer Küste am Atlantischen Ozean. Da es von keinem Punkt Portugals mehr als 200 Kilometer bis zur Küste sind, ist Portugal im Gegensatz zum allgemein kargen Nachbarland Spanien überaus grün. Im Atlantik liegen zudem die portugiesischen Inselgruppen der Azoren mit neun größeren und mehreren kleineren Inseln (etwa 1.500 km westlich vom europäischen Festland und 3.600 km östlich von Nordamerika gelegen), und Madeira mit fünf Inseln (etwa 600 km vor der afrikanischen Nordwestküste und 1.000 km südwestlich von Lissabon gelegen). Portugal hat knapp 10.600.000 Einwohner.

Português

Português ist die Landessprache von Portugal, und ehemaliger Überseegebiete mit über 200 Millionen Muttersprachlern, in Lateinamerika, Afrika und sogar Asien. Das größte Land, in dem Portugiesisch gesprochen wird, ist Brasilien.

Saudade

Wie ein Dolch, so rührt es im Herzen – so erklären Portugiesen dieses Gefühl hemmungsloser Melancholie. Saudade kann man nicht übersetzen, es meint von allen wehmütigen Begriffen ein wenig. Natürlich laufen Portugiesen nicht den ganzen Tag mit gesenkten Köpfen herum, aber gelegentlich kommt sie, die Saudade. Auch bei den Lissabonnern, die eigentlich als fröhlich und besonders feierlustig bekannt sind.

Shopping Center

Portugiesen lieben sie, und nicht nur in und um Lissabon gibt es gleich mehrere Einkaufszentren der Superlative. Das Colombo Shopping Center ist nicht nur das größte Einkaufszentrum Portugals, sondern sogar der Iberischen Halbinsel. Die Einkaufszentren sind an sieben Tagen der Woche oft bis Mitternacht geöffnet.

Tejo

Der Tajo (span.) bzw. Tejo (port.) ist mit einem Lauf von 1.007 Kilometern der längste Fluss der Iberischen Halbinsel in Spanien und Portugal. Er entspringt in etwa 1.600 Metern Höhe an der Quelle der Fuente de García im Gebirge der Sierra de Albarracín im Osten Spaniens. In Richtung Westen fließt er – etwa 40 Kilometer südlich vorbei an Madrid – durch die spanischen Städte Aranjuez, Toledo, Talavera de la Reina und Alcántara sowie durch die portugiesische Stadt Santarém. Schließlich mündet der Tejo kurz hinter Lissabon in den Atlantik. Gegenüber des Zentrums von Lissabon hat die Mündung eine Breite von mehr als fünf Kilometern, verengt sich bei Almada aber noch einmal auf eine Breite von knapp 2 Kilometern.

Tournadas

Auch in Portugal haben Stierkämpfe Tradition – allerdings verlaufen sie anders als im benachbarten Spanien. Die Hörner der Stiere tragen Schutzkappen, um die Gefahren und das Verletzungsrisiko für die Stierkämpfer zu minimieren, die nicht nur zu Fuß, sondern auch hoch zu Ross antreten. Diese Entscheidung wurde nach dem Tod des Grafen d’Arcos vom damaligen König getroffen. Ein weiterer Unterschied ist auch, und das erleichtert vor allem Tierfreunde, dass die Stiere nicht schwer verletzt, und nicht getötet werden. Stierkämpfer und Stiere verlassen die Arena höchstens mit leichten Verletzungen.

Verfall

Es ist unvermeidlich, auf Streifzügen durch portugiesische Städte hier und da immer wieder mal auf mehr als deutlich verfallene Häuser, Straßen oder Viertel zu stoßen. Der morbide Charme vieler alter Viertel hat eindeutig seinen Reiz, aber es gibt auch Häuser und Ecken, die nicht mehr, oder noch nicht sehr reizvoll sind. Besonders einzelne, eigentlich ganz nette Gebäude aus den 1960-70er Jahren, an denen der Zahn der Zeit genagt hat, kann man sich gut als Hintergrundkulisse eines Horrorfilms vorstellen. Viel wird saniert, was man an den Gerüsten an den Fassaden überall sehen kann. An vielen Stellen strahlen die Städte in Hochglanz, aber eben noch längst nicht überall – es ist noch viel zu tun.

Wein

In Portugal gibt es neben den Portweinen (siehe Port) auch hervorragende klassische Weine. Alte Reben in einer nahezu riesigen Fülle, die unterschiedlichsten Böden und die verschiedensten Klimazonen, alle für den Weinbau geeignet, bescheren Portugal eine ungeheure Vielfalt an Weinen. Die Portugiesen gehören nach den Franzosen, gleichauf mit den Italienern, zu den größten Weinkonsumenten der Welt.

1 Antwort
  1. Martin
    Martin says:

    Portugal macht wirklich einen sehr leckeren Wein, den ich immer wieder gerne konsumiere. Am besten zu mediterranen Gerichten wie zum Beispiel Shrimps mit Knoblauch. Am besten schmeckt der Portwein aber natürlich direkt in Portugal, wenn auch das Wetter zum Wein passt.

    Oder auch in Deutschland in einer lauen Sommernacht.

    Antworten

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