Tourismus in Serbien

Nach dem Zerfall Jugoslawiens blieben Touristen wegen der Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren weitgehend aus. Während 1987 noch 4,5 Millionen Touristen die jugoslawische Teilrepublik Serbien besuchten, waren es im Jahr 2005 nur noch etwas mehr als 400.000 Touristen aus dem Ausland. Durch verstärkte Investitionen in touristische Bereiche, in die Infrastruktur und die Werbung steigen die ausländischen Besucherzahlen nun kontinuierlich stark an.

Serbien kann problemlos und sicher bereist werden, Ausnahme ist der äußerste Südwesten mit der Sandschak-Region und dem Kosovo, beides Gebiete mit einem hohen Anteil muslimischer / albanischer Bevölkerung, in denen dauerhaft von einer latent gespannten Sicherheitslage ausgegangen werden muss.

Serbien bietet viele touristische Ziele. Hauptziele sind die Großstädte Belgrad und Novi Sad, zahlreiche Kurorte, die Gebirge Kopaonik, Zlatibor und die Donau. Des Weiteren bietet Serbien zahlreiche Festungen und Klosteranlagen sowie eine Vielzahl von Seen und Schluchten, von denen das Eiserne Tor die größte ist. Viele dieser geografischen Besonderheiten sind als Nationalpark bzw. Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt.

Serbien ist ein lohnendes Ziel für jede Jahreszeit. Im Sommer locken die Städte, Flüsse und Seen, im Winter Skigebiete. Der Sommer ist in Serbien sehr warm, der Winter sehr kalt und schneereich. Die tiefste bisher gemessene Temperatur in Serbien lag bei -38,0 °C (26. Januar 1954 in Sjenica), die höchste bei 45,8 °C (16. August 2006 in Paraćin). Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 10 °C.

Per Flugzeug ist Serbien günstig erreichbar. Empfehlenswert ist auch die Nachtzug­verbindung ab München. Wer vor langen Reisen nicht zurückschreckt, kann auch mit Auto oder Bus anreisen – die Fahrtzeit ab Süddeutschland liegt bei etwa zehn Stunden.

Foto: CC 3.0 Srđan Mitić

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