Die 15 Top-Reiseziele in Brasilien

Brasilien hat viel zu bieten – hier die Top 15!

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro, eine der schönsten Städte der Welt, begünstigt von der Natur wie kaum eine andere: die schroffen Kegel der Berge, deren Hänge mit dichtestem Urwald bewachsen sind, die Bucht, in deren Wasser zahlreiche Inseln verstreut liegen, die Wellen, die sich an den weißen Sandstränden brechen, und über allem das Blau des Himmels. Zur natürlichen Schönheit der Stadt kommt die Sinnlichkeit ihrer Bewohner mit dem Körperkult, den sie betreiben: ein alltägliches Schauspiel an den Stränden. Rio de Janeiro ist die Stadt der schönen Aus- und Ansichten, die sich am besten zu Fuß erschließen. Trotz ihrer rund 6 Millionen Einwohner, im Großraum Rio sind es gar über 11 Millionen, bewegen sich Besucher in einem überschaubaren Gebiet zwischen dem Zentrum mit seinen historischen Bauten und der Südzone mit ihren Stadtvierteln und Traumstränden.

Salvador da Bahia

São Salvador da Baía de Todos os Santos, die Stadt des „Heiligen Retters an der Bucht aller Heiligen“, so muss es den Menschen vorgekommen sein: den Portugiesen, die hier nach beschwerlichen Schiffsreisen anlegten, und ganz besonders den verschleppten und afrikanischen Sklaven, die die mörderische Überfahrt überlebt hatten. Bis heute ist Salvador mit seinen 3 Millionen Einwohnern das Zentrum afrobrasilianischer Kultur geblieben. Durch die engen Gassen des Pelourinho-Viertels hallen die Trommelschläge der Musikgruppen, während die Frauen mit weiten Röcken wie Königinnen hinter ihren Essständen sitzen. Die Menschen sind bekannt für ihre Lebensfreude, ihre Lust am Musikmachen und am Tanzen. Es finden häufig spontane und ausgelassene Feste statt, die sehr beliebt sind, und bei denen es nicht selten recht wild zugeht. Salvador steckt voller Geheimnisse und Entdeckungen – fremdartig, faszinierend und voller Magie. Die Altstadt mit ihren zahlreichen prachtvollen Kirchen wurde zum Weltkulturerbe ernannt.

Curitiba

Curitiba mit seinen rund 1,7 Millionen Einwohnern gilt als stadtplanerische Modellstadt in Brasilien – und das, obwohl es sich um eine blühende Industriestadt handelt. Curitiba präsentiert sich aufgeräumt. Die Metropole besitzt eine einmalige Charakteristik durch die europäische Kolonisierung – Deutsche, polnische und ukrainische Einwanderer siedelten sich in der mit einem Jahresmittel von 16,5 Grad kältesten Hauptstadt Brasiliens an, aber auch Italiener im Viertel Santa Felicidade – sowie der Ökologietradition und der weithin unberührten wilden Natur. Curitiba liegt nicht am Meer, ist aber umringt von 26 Parks und Wäldern, und bekannt für eine hohe Lebensqualität.

Recife

Recife hat 1,5 Millionen Einwohner, breitet sich über drei Inseln aus, bietet traumhafte Strände, und ist von Kanälen durchzogen. In den letzten Jahren ist das historische Zentrum mit seinen vielen Kirchen in kräftigen Farben restauriert worden, in die Kolonialhäuser sind Bars und Clubs eingezogen. Recife hat eine avantgardistische Musik- und Kulturszene, Kunstobjekte sind in der ganzen Stadt verteilt. Mit Kunst verbindet sich hier der Name Francisco Brennand, der als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Brasiliens gilt. Seine Tonskulpturen sind überall in der Stadt zu sehen.

Porto Alegre

Der „fröhliche Hafen“ hat beeindruckende neoklassizistische Gebäude, interessante Museen, gute Restaurants und ein ausgelassenes Nachtleben, sowie die Gastfreundschaft der freundlichen Gaúchos zu bieten. Porto Alegre vermittelt einen guten Einblick in die traditionelle Musik und die Tänze der Gaúchos. Die ca. 1,5 Millionen Einwohner zählende Stadt – darunter viele Nachfahren italienischer, deutscher und polnischer Immigranten – gilt als eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Gramado und Canela, das Weingebiet wie auch die Strände von Rio Grande do Sul sind in Tagesausflügen zu erreichen.

Belém

Belem hat 1,4 Millionen Einwohner und zeugt mit seinen vornehmen Belle-Époque-Bauten und den schattigen Plätzen vom einstigen Reichtum der Kautschukzeit. Restaurierung und Revitalisierung der ab Mitte des 20. Jhs. verfallenen Stadt haben Belém mit neuen Parkanlagen, Museen und Vergnügungsmeilen heute zu einem touristischen Kleinod gemacht, das sich auch zu Fuß gut entdecken lässt.
Belém ist das Tor zum Amazonas. Zwischen November und April regnet es dort beinahe täglich, aber ein leichter Wind macht die Feuchtigkeit erträglich.

São Luís

Die architektonische Schönheit des historischen Zentrums, das über 5.500 mit bunten Kacheln geschmückten Häusern und Palästen aus dem 17. und 18.Jh. besitzt, gab der Stadt den Titel „Welterbe der Menschheit“. Die Region ist durch den Abbau von Eisenerz reich geworden. Die Stadtverwaltung hat vor einiger Zeit zahlreiche Gebäude saniert und renoviert. Trotz der Größe der Stadt mit ihren 1,3 Millionen Einwohnern ist São Luís eine Provinzstadt geblieben. Es herrscht noch eine ruhige Atmosphäre, die den Besuchern erlaubt, die Sehenswürdigkeiten ohne Hektik zu genießen. Durch die Gassen der historischen Altstadt hallen Reggaerhythmen oder die Trommelklänge der Bumba-meu-Boi-Gruppen. Der Reggae hat seit den 1970er-Jahren die Herzen der Einwohner erobert. Dennoch ist São Luís auch eine moderne Hauptstadt. Auf der anderen Seite des Rio Anil liegt der moderne Teil mit Hotels, Restaurants und Stränden. Die Stadtteile Calhau, Ponta do Farol, Renascença werden beherrscht von modernen Gebäuden und Freizeitanlagen.

Florianópolis

Florianópolis, liebevoll „Floripa“ genannt, ist mit seinen 345.000 Einwohnern eine der entspanntesten Städte Brasiliens. Sie erstreckt sich vom Festland über zwei Brücken hinweg auf eine 54 Kilometer lange Insel. Strände, Dünen und Lagunen – die Ilha de Santa Catarina ist ein Paradies für Strandfans und Surfer. Während der Norden der Insel touristisch stärker erschlossen ist, gibt es im Süden noch verträumte Fischerdörfer. Das wohlhabende und mittlerweile kosmopolitanische Florianópolis zieht Tausende von Touristen an, die in den Sommermonaten die Strände und Hotels füllen.

Olinda

Ihren Namen besitzt „Die Schöne“ zweifellos zu Recht: Malerisch auf den Hügeln am Meer verteilt liegen die zahlreichen Barockkirchen und Kolonialhäuser. Olinda wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Franziskaner und Benediktiner, Jesuiten und Karmeliter – sie alle verewigten sich mit ihren Kirchen in der ersten Hauptstadt Pernambucos. Heute ist das benachbarte Recife der Regierungssitz und das Eingangstor für Touristen. Olinda, mit seinen knapp 400.000 Einwohnern, ist auch bekannt für seine aktive Künstlerszene.

Ouro Preto

Ouro Preto hat knapp 70.000 Einwohner, und liegt auf einer Höhe von 1.179 Metern in der Gebirgskette Serra do Espinaço. Den Namen „Vila Rica do Ouro Preto“ (portugiesisch für „Reiche Stadt des schwarzen Goldes“) erhielt die Stadt nicht etwa wegen ihrer Öl- oder Kohlevorkommen, sondern wegen ihrer tatsächlich riesigen Goldvorkommen, die durch Eisenoxyd-Verunreinigung leicht schwarz gefärbt waren. Wegen des barocken Stadtbildes mit seinen zahlreichen Kirchen ist Ouro Preto in der Welt einzigartig, und einer der wichtigsten Touristenmagnete Brasiliens. Ouro Preto wurde von der UNESCO zum „Kulturdenkmal der Menschheit“ erklärt, und ist für das Verständnis Brasiliens und das Selbstverständnis der Brasilianer sehr wichtig. Man erlebt die Geschichte als Gegenwart – ein absoluter touristischer Höhepunkt! Heute ist Ouro Preto jedoch nicht nur eine Touristen-, sondern auch eine lebendige Studentenstadt.

São Paulo

São Paulo ist Brasiliens Stadt der Superlative, steinreich und bitterarm, faszinierend und unerträglich, eine Metropole mit zehntausenden Hochhäusern bis zum Ende des Horizonts und 20 Millionen Einwohnern, vielleicht noch viel mehr. Eine Mega-City, die im Sekundentakt handelt, produziert, wächst und verdreckt. Grande São Paulo beherbergt 20 Millionen Menschen – mehr als das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, Nordrhein-Westfalen. Da das Ballungsgebiet Grande São Paulo mit weiteren sechs Städten über 100.000 Einwohnern zusammenwächst (darunter die Millionenstadt Campinas), die alle in einem Umkreis von weniger als 150 Kilometern um Grande São Paulo liegen, wird heute schon von einer erweiterten Metropolregion (Complexo Metropolitano Expandido, CME) gesprochen, der die Funktion einer Makro-Metropole zukommt. Bei der Einführung einer Schnellzugstrecke zwischen São Paulo und Rio de Janeiro wird damit gerechnet, dass São Paulo/Rio de Janeiro zu einer Megalopolis verwachsen. Neben allen negativen Punkten, die diese Mega-City mit sich bringt, ist sie aber auch großartig: das rund um die Uhr pulsierende Leben, die verschiedenen Stadtviertel, mit teilweise wesentlichen portugiesischen, italienischen, deutschen, libanesischen und japanischen Einflüssen, die Architektur, die spannende Szene, das riesige kulturelle Angebot mit rund 120 Theatern, 300 Kinos, 100 Museen, mit Ausstellungen, Konzerten, Shows, 1.000 Clubs und etwa 12.500 Restaurants. Wer zwischendurch etwas Ruhe braucht von der Reizüberflutung, kann die Stadt hinter sich lassen und ist nach 50 Kilometern in herrlicher Natur und an Traumstränden am Meer angelangt.

Brasília

Einer kühnen Vision verdankt die Hauptstadt Brasiliens ihren Ursprung: Präsident Juscelino Kubitschek träumte in den 1950er-Jahren von einer modernen Hauptstadt für das Wirtschaftswunderland, gelegen auf einem zentralen Hochland, im Nichts. Die Hauptstadt sollte von Rio de Janeiro in das Hinterland verlegt werden, näher in das Herz Brasiliens. Zwei Corbusier-Schüler, der Stadtplaner Costa und der Architekt Niemeyer, verwirklichten den Traum einer futuristischen Metropole. Angefangen beim Entwurf der Wohn-, Gewerbe- und Verwaltungsbereiche bis hin zur Symmetrie der Gebäude – vorgesehen war ein absolut harmonisches Design wiederzuspiegeln, in welchem die öffentlichen Verwaltungsgebäude eine Attraktion für sich darstellen sollten. Brasília wurde mit dem Gedanken entworfen, über mehrere großflächige Grünflächen zu verfügen, welche einen Ausgleich zwischen Natur, Gebäuden und dem Menschen darstellen. Ein künstlich angelegter See, der Paraná mit seiner 49 Kilometer langen Ausdehnung, bricht die Dürre dieses zentralen Hochgebirges. Heute wohnen weniger als ein Fünftel der 2,3 Millionen Einwohner innerhalb der Beamtenstadt; die Mehrheit lebt in Satellitenstädten außerhalb. In der Verwaltungsregion Brasília leben vor allem Menschen der Mittel- und Oberschicht. Für die Arbeiter, die überwiegend aus dem Nordosten des Landes kamen und die Hauptstadt aufgebaut haben, war in der Planung kein Platz vorgesehen. Aufgrund seiner Bedeutung für die Architekturgeschichte gehört Brasília seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Iguaçufälle

Die Iguaçu-Wasserfälle sind größer und beeindruckender als die Niagarafälle in den USA und Kanada. Sie bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch. Die Wassermenge an den Fällen schwankt von 1.500 m³/s bis über 7.000 m³/s. Das umgangssprachlich „Garganta del Diablo“ (span.) beziehungsweise „Garganta do Diabo“ (pt.) oder „Teufelsschlund“ genannte Wasserfallsystem ist eine u-förmige, 150 Meter breite und 700 Meter lange Schlucht. Da die meisten Fälle in Argentinien liegen, ist der größere Panoramablick von der brasilianischen Seite möglich. Die Fälle liegen sowohl im argentinischen Nationalpark Iguazú als auch im brasilianischen Nationalpark Iguaçu. Diese wurden 1984 (Argentinien) und 1986 (Brasilien) zum UNESCO-Welterbe ernannt.

Amazonas

Der Amazonas (auch Amazonenstrom, portugiesisch „Rio Amazonas“ beziehungsweise im Oberlauf „Rio Solimões“, früher „Rio Orellana“) ist der mit Abstand wasserreichste Fluss der Erde und befördert mehr Wasser als die sechs nächstkleineren Flüsse zusammen. Hinsichtlich der Länge und damit der Rangfolge als längster oder zweitlängster Fluss der Erde gibt es widersprüchliche Berechnungen. Der Amazonas hat nach Messungen von 1969 eine Gesamtlänge von 6.448 Kilometern. Expeditions-Berechnungen von 2007 geben eine Länge von 6.800 Kilometer an. Die Mehrzahl anderer verlässlicher moderner Quellen enthalten jedoch kleinere Längenangaben, die meist um etwa 6.400 Kilometer liegen. In den Amazonas münden etwa 10.000 Flüsse. Von den 1.100 größeren Nebenflüssen sind allein 17 über 1.600 Kilometer lang und damit länger als der Rhein. Die Breite des Flusses beträgt in Brasilien meist mehrere Kilometer und variiert jahreszeitlich bedingt durch die schwankenden Niederschläge an den Oberläufen. In den Zeiten größter Wassermengen kann er die angrenzenden Wälder auf einer Breite von bis zu 100 Kilometern überschwemmen. Die betroffenen Überschwemmungswälder bilden die Várzea, ein einzigartiges Ökosystem. Im Mündungsbereich des Amazonas liegt die Flussinsel Marajó. Wird diese 49.000 Quadratkilometer große Insel sowie die südlich von ihr mündenden Flüsse (insbesondere den Rio Tocantins) hinzugerechnet, hat das Mündungsdelta des Amazonas eine Breite von mehreren hundert Kilometern. Er durchquert von West nach Ost eine Landschaft, die als Amazonasbecken bezeichnet wird.

Pantanal

Das Pantanal (portugiesisch für Sumpf) ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde. Das artenreiche Feuchtbiotop wurde unter Naturschutz gestellt und seit 2000 zum Welterbe durch die UNESCO erklärt. Der Nationalpark „Pantanal Matogrossense“ ist mit 1.350 km² das größte Schutzgebiet, welches 1993 der Ramsar-Konvention beigetreten ist. Im Jahr 2000 ernannte die UNESCO den Nationalpark und drei angrenzende private Schutzgebiete der brasilianischen Umweltschutzorganisation Ecotropica (Gesamtfläche 1.878 km²) zum Weltnaturerbe. Im gleichen Jahr wurde das gesamte Pantanal innerhalb Brasiliens zum Biosphärenreservat erklärt. Die Vielfalt von Flora und Fauna ist atemberaubend.

Foto: CC 3.0 chensiyuan

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