Gruseln und Geschichte im Berlin Story Bunker

Der Berlin Story Bunker ist selbst für Berliner Verhältnisse eine spektakuläre Sehenswürdigkeit.

Berlin bietet zahlreiche spannende, außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten für jedes Alter und jeden Geschmack. Ein besonders aufregender Ort für Leute, die es gerne etwas gruselig mögen und vielleicht auch historisch interessiert sind, ist der Berlin Story Bunker bzw. Anhalter Bunker am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg. Der Berlin Story Bunker beherbergt heute ein Gruselkabinett, ein Figurenkabinett, ein informatives Bunkermuseum sowie ein Café und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Im zweiten Weltkrieg hatte dieser Bunker jedoch eine ganz andere Funktion. Damals bot er Tausenden von Menschen Schutz vor Bomben und Granaten.

Der Berlin Story Bunker bietet Attraktionen für Jung und Alt

Neben seinem eindrucksvollen Aussehen und der einzigartigen, gruseligen Atmosphäre im Innern, bietet der Anhalter Bunker ein Gruselkabinett (nicht empfohlen für Kinder unter 10 Jahren) auf einer Fläche von 700 Quadratmetern, in dem nach Herzenslust gerannt und geschrien werden darf. Genau das Richtige zum Beispiel für einen Teenager-Geburtstag oder einen Klassenausflug. Optimal kombinierbar ist der Besuch des Gruselkabinetts mit einem Gang durch das Bunkermuseum, in dem die Geschichte des Bunkers lebendig wird. Nichts für schwache Nerven ist darüber hinaus das Figurenkabinett, in dem mittelalterliche Szenen aus Medizin und Folter nachgestellt werden. Last but not least lädt das Bunker-Café zum Entspannen nach so viel Gruselspaß und Geschichte ein.

Schutz vor Luftangriffen für bis zu 12.000 Menschen

Der 3.600 Quadratmeter große Berlin Story Bunker wurde 1943 gebaut und war durch einen Tunnel mit dem Anhalter Bahnhof verbunden. Auf insgesamt 5 Etagen suchten rund 12.000 Menschen in 100 Räumen Schutz. Wie voll es in dem Gebäude damals werden konnte, kann man sich vorstellen, wenn man bedenkt, dass der Bunker eigentlich nur für 3.500 Menschen konzipiert war. Dass der Berlin Story Bunker ausgerechnet direkt am Anhalter Bahnhof lag und mit diesem unterirdisch verbunden war, mag heute verwundern, damals war der Anhalter Bahnhof jedoch einer der größten und wichtigsten Bahnhöfe Europas. Kurz vor Ende des Krieges, nachdem Adolf Hitler bereits Selbstmord begangen hatte, sprengte die SS den S-Bahn-Tunnel unter dem Landwehrkanal, damit die russischen Soldaten diesen nicht zum Vorwärtskommen nutzen konnten. Bei dieser Aktion lief der Bunker mit Wasser voll, wodurch zahlreiche Menschen ertranken. Die große Zeit des Anhalter Bahnhofs endete, da der Bahnverkehr nach Westen nach dem Krieg über den Bahnhof Zoo lief. 1952 wurde der Bahnverkehr dort sogar ganz eingestellt. Heute ist vom Bahnhof nicht mehr viel zu sehen. Der Bunker hat die Zeit jedoch überdauert und zeugt weiterhin von der bewegten Geschichte Berlins.

Der Eintritt in den Berlin Story Bunker inklusive dem Besuch aller Attraktionen kostet für Erwachsene 9,50 Euro. Personen unter 18 Jahren, Schüler/innen mit Schülerausweis, Studenten/innen und Rentner/innen zahlen 7,50 Euro. Gruppen müssen sich vorher anmelden.

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