Reiseversicherung: Tipps für Rücktritt und Gepäck

Flughafen

Der Urlaub gilt als die schönste Zeit des Jahres. Doch der Traum von Entspannung und fremden Kulturen dürfte schnell zerplatzen, wenn die Reise aus unterschiedlichen beruflichen wie privaten Gründen nicht angetreten werden kann oder wenn sie vorzeitig beendet werden muss. Zahlreiche Versicherungen bieten in solchen Fällen einen umfangreichen Schutz – aber worauf ist beim Abschluss eigentlich zu achten?

Buchung und Versicherung gehen Hand in Hand

Zunächst einmal ist es wichtig, die Police möglichst frühzeitig abzuschließen. Sobald das Ziel für den Urlaub gebucht und die Hotelzimmer reserviert sind, sollte der nächste Schritt bereits in der Auswahl der Versicherung liegen. Einige dieser Offerten können über das Reisebüro, andere über eine professionelle Versicherungsagentur beansprucht werden. Letztgenannte bieten dabei erfahrungsgemäß einen Service, der umfangreicher ausfällt und der somit nicht alleine in den standardisierten Schadensfällen hilfreich ist. Denn neben Krankheiten, Unfällen oder anderweitigen persönlichen Gründen kann es immer auch berufliche Anlässe geben, die Fahrt vorzeitig abzubrechen. Je individueller der Schutz auf die Eigenheiten der Reisenden ausgelegt wird, desto mehr Sicherheiten bietet er auch.

Zur Vermeidung des wirtschaftlichen Schadens

Zugegeben, wenn die Reise aufgrund einer Krankheit oder eines Engpasses im Büro nicht angetreten werden kann oder vorzeitig beendet werden muss, mag es für die gesunkene Stimmung zunächst keinen Ausgleich geben. Eine Versicherung bewahrt den Betroffenen aber davor, auf den finanziellen Folgen der ungenutzten Fahrt sitzen zu bleiben. Denn vielfach sind die Kosten bereits im Voraus beglichen worden, eine Rückforderung kann sich langwierig gestalten. Die abgeschlossene Police deckt diesen wirtschaftlichen Schaden in zahlreichen Situationen. Üblicherweise greift hierbei ein Standardschutz, der sich etwa auf Krankheiten aller Reisenden, auf Unverträglichkeiten gegen notwendige Impfstoffe, auf berufliche Gründe oder auf Schadensfälle am Haustier sowie am Auto bezieht.

Umfangreiche Sicherheiten liegen oft nicht vor

Dennoch erfahren viele Reisende meist erst in der Notlage, wie belastbar ihre Police tatsächlich ist. Nicht aufgeführte Details und Besonderheiten können schnell dazu führen, dass der eigentlich vorliegende Schutz plötzlich nicht mehr gewährt wird. Daher ist es wichtig, die Versicherung nicht als Gesamtpaket über das Reisebüro, die Fluggesellschaft oder den Automobilklub abzuschließen. Deutlich mehr Sicherheit bieten die Versicherungsagenturen, die auf die Sonderfälle einer Reise spezialisiert sind und die hierfür die notwendige Erfahrung mitbringen, eine auf den Einzelnen oder die Urlaubsgruppe maßgetreue Police zu erstellen. Einbezogen werden nunmehr auch zahlreiche nicht absehbare Anlässe für den Abbruch der Fahrt, die normalerweise nicht gedeckt sind. Die vorherige Beratung sowie die flexible Ausgestaltung können die Kosten allerdings ansteigen lassen.

Auch das Gepäck will versichert sein

Allgemein empfiehlt es sich, nicht alleine die fahrenden Personen zu schützen, sondern auch die persönliche Ausstattung in die Police einzubeziehen. Zu denken wäre hier an das Gepäck, die Dinge des alltäglichen Gebrauchs, die technischen Utensilien mit nicht selten hohem Sachwert und die zahlreichen Kleinigkeiten, die für die Reise eingeplant sind oder die vor Ort erworben werden. Sie alle können verloren gehen, gestohlen werden oder eine Beschädigung erfahren. Zwar decken Auto- und Flugzeugversicherungen solche Schadensfälle ab, sofern sie auf der Fahrt oder dem Flug geschehen. Wird das Unheil aber am Urlaubsort angerichtet, kann meist nur eine Gepäckversicherung helfen.

Reiserücktritts- und Reisegepäckversicherung im Paket

Ratsam ist es somit, die schützenswerten Güter der Personen sowie des Gepäcks in einer Police zu kombinieren. Auf diese Weise wird ein weitgehender Schutz gewährleistet, der allen Aspekten der Reise gerecht wird. Eine derart umfangreiche Sicherheit mag ihren Preis haben, der nicht selten zwischen 50 und 150 Euro liegt. Wer häufiger verreist, kann auch eine Jahresversicherung abschließen, die über 12 Monate hinweg gilt, dafür aber auch schnell einmal mehrere einhundert Euro kosten kann. Die Garantie jedoch, im Schadensfalle einen Großteil aller bereits bezahlten Ausgaben und Gebühren ersetzt zu bekommen, wird den Urlaub zwar nicht ersetzen können – kommt dem ausgelassenen Feeling aber durchaus gleich.

Foto: CC 3.0 My name

2 Kommentare zu Reiseversicherung: Tipps für Rücktritt und Gepäck

  1. Svenja 22. Oktober 2015 um 14:17 #

    Hat uns schon einmal wirklich geholfen, guter Artikel. Danke.

    Gruß,
    Svenja

  2. Bertram 16. Dezember 2015 um 09:50 #

    Ich muss sagen, dass ich es schon sehr oft bereut habe keine solche Versicherung zu haben. In Zukunft werde ich mir das wirklich mal überlegen. Danke für den Beitrag.

Hinterlasse eine Antwort