Ein Besuch der Frankfurter Oper

Oper Frankfurt

Der moderne Bau der Oper Frankfurt liegt an der Untermainanlage und ist Teil der Städtischen Bühnen. Die Alte Oper am Opernplatz hingegen wird nach ihrem 1981 eröffneten Wiederaufbau als Konzert- und Veranstaltungshaus genutzt. Wer also eine der gut besuchten Opernaufführungen in Frankfurt am Main genießen möchte, erlebt diese im Musiktheater der Städtischen Bühnen. Die Spielstätte zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern in Europa und wurde mehrfach ausgezeichnet. Seit 2002 ist Bernd Loebe Intendant, seit 2008 fungiert Sebastian Weigle als musikalischer Leiter.

Frankfurt besitzt eine lange Operntradition

Diese nahm bereits im frühen 18. Jahrhundert ihren Anfang mit Operngastspielen aus Frankreich und Italien. Im Jahr 1782 erlebten die Frankfurter die erste Aufführung im eigenen Comoedienhaus am Roßmarkt. Einige bekannte Opern von Mozart wurden hier auf die Bühne gebracht. Knapp 100 Jahre später erhielt die Stadt ein repräsentatives Opernhaus. Die heutige Alte Oper brannte 1944 bei einem Bombenangriff komplett aus und galt 30 Jahre lang als „schönste Ruine Deutschlands“.

Das Anfang der 50er-Jahre erbaute Große Haus vereint Schauspiel- und Opernbühne. Für internationalen Glanz sorgten seitdem in der Opernwelt berühmte Namen wie Georg Solti und Christoph von Dohnányi als Generalmusikdirektoren. Renommierte Opernregisseure wie Walter Felsenstein, Wieland Wagner oder Ruth Berghaus prägten das Programm der Oper Frankfurt, die ihren hohen Standard bis heute halten konnte. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester zählt zu den anerkanntesten traditionsreichen Klangkörpern in Deutschland. Unter der Intendanz von Bernd Loebe erhielt die Oper Frankfurt im Jahr 2015 zum zweiten Mal die Auszeichnung „Opernhaus des Jahres“.

Sehenswerte Inszenierungen an der Oper Frankfurt

Wie gewohnt bietet das Opernhaus auch in der kommenden Saison 2017/18 ein abwechslungsreiches Repertoire aus Wiederaufnahmen und Premieren. Opernfreunde, die nach Frankfurt kommen, logieren gern im Luxushotel Sofitel Frankfurt Opera – direkt neben der Alten Oper und 10 Minuten fußläufig von der Neuen Oper gelegen, damit bietet sich die Gelegenheit, beide zu begutachten. Aktuell bietet der Spielplan diverse Höhepunkte, darunter „Arabella“ von Richard Strauss. Die lyrische Komödie in drei Aufzügen mit Texten von Hugo von Hoffmannsthal hatte 1933 in Dresden Premiere. Unter der Regie des aus Essen stammenden Regisseurs Christof Loy singt die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson die Titelrolle.

Für zahlreiche Theater- und Opernaufführungen an bekannten deutschen Bühnen zeichnete der 1978 geborene Regisseur David Bösch verantwortlich. Unter seiner Regie zeigt die Oper Frankfurt im Mai und Juni weiterhin „Der fliegende Holländer“, eines der populärsten Musikdramen Richard Wagners. In der Titelrolle ist der britische Bassbariton Iain Paterson zu hören. Das spektakuläre Bühnenbild mit einer sich drehenden Schiffsschraube hat der Schweizer Patrick Bannwart entworfen, mit dem David Bösch bevorzugt zusammenarbeitet.

Es empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung der Tickets für die Oper Frankfurt. Sie verfügt über 1.369 Sitzplätze und erreichte in der Opernsaison 2015/16 eine durchschnittliche Auslastung von über 85 Prozent.

Foto: CC 3.0 Epizentrum

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